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Drucken ohne Postscript-Geräte

Jede CUPS-Installation besitzt eigene Filter, die auf der älteren Ghostscript-Version 5.5 beruhen, gegenüber dieser jedoch modifiziert und verbessert sind. Einige Filter sind nach der Standardinstallation bereits vorhanden: für PCL-fähige Tintenstrahl- und Laserdrucker der Deskjet und Laserjet-Familien von Hewlett-Packard, Epson Stylus Color und Stylus Photo sowie 9- und 24-Nadeldrucker von Epson. Diese liegen üblicherweise zusammen mit den von Ghostscript abgeleiteten Filtern im Verzeichnis /usr/lib/cups/filter.

Für andere nicht postscriptfähige Drucker gibt es Cups-O-Matic. Das ist eine auf CUPS angepasste Version der Foomatic-Skriptsammlung des Linux-Printing-HOWTO-Autoren Grant Taylor [4]. Es erschließt alle "naturbelassenen" Ghostscript-Filter für die Verwendung mit dem CUPS-System und setzt damit ein installiertes Ghostscript auf dem Druckserver voraus. Auf der Cups-O-Matic-Website erzeugt man sich zunächst eine PPD für den vorhandenen Drucker in Kombination mit einen Ghostscript-Filter. Aus der Sicht des Nutzers ist diese bereits der "Druckertreiber" und kann mit den üblichen Mitteln (Kommandozeile, GUI oder Browser) im CUPS-System installiert werden. Intern läuft es jedoch etwas komplizierter ab. Benötigt wird auf jeden Fall cupsomatic, ein Perlskript, das im Filterverzeichnis /usr/lib/cups/filter liegen muss. Mit Hilfe dieses Skripts werden die druckerspezifischen Daten aus der PPD an den zuständigen Ghostscript-Filter des Systems übergeben, der die Druckdaten entsprechend aufbereitet.

CUPS und Ghostscript Hand in Hand

Cupsomatic "entführt" die Druckdaten sozusagen für eine kurze Zeit aus der üblichen CUPS-Umgebung, leitet sie dem in der Cups-O-Matic-PPD spezifizierten Ghostscript-Filter zu (der an seiner üblichen Stelle installiert bleiben kann) und gibt das Ergebnis an CUPS zurück. Mit Cups-O-Matic druckt CUPS also in gleich guter (oder schlechter) Qualität wie alle anderen Ghostscript-Systeme, aber es stehen alle Netzwerk-Features von CUPS für die von Ghostscript unterstützten Drucker zur Verfügung.

Außer Cups-O-Matic gibt es noch andere Möglichkeiten, Filter in CUPS einzubinden, nämlich für Turboprint (siehe Artikel Seite 52) und Gimp-Print (siehe Kasten).

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