Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2017
© Peter Hermes Furian, 123RF

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Mit Debops Debian-Systeme per Ansible automatisieren

Famose Automaten

Automatisierung ist nicht nur in großen Setups hilfreich. Sie nützt überall dort, wo Admins identische Aufgaben immer und immer wieder erledigen müssen. Das Werkzeug Debops bringt viele oft gebrauchte Serverdienste schnell und leicht auf ladenneue Debian-Systeme.

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Eine These, die in den vergangenen Jahren aufkam, besagt, dass sich Automatisierung nur für große Setups eigne, etwa für Clouds oder für verteilte Objektspeicher. Wer sich hingegen regelmäßig nur mit kleinen Setups beschäftige, für den zahle sich das Automatisieren nicht aus: Der Aufwand dafür sei dann viel höher als der für die einmalige, manuelle Ausführung.

Diese Behauptung ist gelinde gesagt problematisch. Denn zunächst ist es in der IT erfahrungsgemäß so, dass Admins Aufgaben selten nur ein einziges Mal ausführen. Wer kein großes Setup pflegt, der pflegt vielleicht viele kleine, bei denen die Installation immer denselben Regeln folgt. Oft zwingen auch unerwartete Ereignisse zur Wiederholung: Geht etwa ein Server irreparabel kaputt, muss der Admin ihn so schnell wie möglich ersetzen. Dann erweist sich auch bei kleinen Setups Automatisierung als wertvoll: Einerseits lässt sich die Arbeit schneller erledigen, andererseits ist die Fehleranfälligkeit deutlich geringer.

Abbildung 1: Puppet ist ein alter Hase im Geschäft der Automatisierer, aber es bedarf eines erheblichen Lernaufwands, um es zu meistern.

Zugegeben: Die Abneigung vieler Admins gegen Automatisierung hat gute Gründe. Die in Europa dominierenden Automatisierungslösungen Puppet und Chef sind zwar sehr mächtig. Aber sie bedingen auch viel Lernerei. Gerade bei Puppet (Abbildung 1) ist die Zahl der Funktionen kontinuierlich gestiegen. Zusätze wie Hiera vergrößern die Komplexität obendrein. Wer also mit der Automatisierung für ein Setup anfängt, sieht sich viel Arbeit gegenüber und hat es oft schwer, den passenden Anfang zu finden.

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