Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 09/2014
© kamonrat meunklad, 123RF

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Devops-Trend: Docker-Container

Hafenarbeiter

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Mit der Freigabe der Version 1.0 erreicht das Docker-Projekt einen wichtigen Umschlagplatz. Neben der Enterprise-Reife und technischen Verbesserungen steht jetzt auch die Unterstützung durch große Firmen in den Frachtpapieren. Mit im Boot ist Red Hat.

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Produktionsreife -- das habe Docker mit der ersten Major Release 1.0 erreicht, meldet das Projekt stolz [1]. Das umfangreiche API habe man stabilisiert, die Software ließe sich deshalb fortan auch in Enterprise-Produkten einsetzen.

Den im Unternehmensumfeld zwingend notwendigen Enterprise-Support sowie Schulungen und professionelle Dienstleistungen bietet Docker Inc. [2] an. Red Hat ist mit dem Project Atomic [3] dabei, eine Plattform für die Orchestrierung und den Betrieb von Containern zu entwickeln, die mit allen gängigen Cloudprodukten zusammenspielt. Docker mausere sich damit zu einem wichtigen Tool in der Devops-Toolchain, betonen die Strategen des Distributors.

Project Atomic

Dabei glänzt das atomare Projekt durch Vielseitigkeit: Mit Ostree, Geard und Cockpit bietet Atomic moderne Tools für Betriebssystem-Aktualisierungen, die Orchestrierung von Applikationen und deren Steuerung inklusive Monitoring. Und nicht zuletzt bringt Atomic auch Unterstützung von SE Linux, was eine noch bessere Abschottung der Container untereinander ermöglicht.

Geht es nach den roten Hüten, dann wird Project Atomic einer der Grundpfeiler für das Platform-as-a-Service-Angebot Open Shift Origin werden. Daneben ist Docker für RHEL ab Version 6.5 via Fedora EPEL verfügbar und in RHEL 7 direkt integriert (Abbildung 1). Auch Suse wird Docker in Version 12 ihrer Enterprise Distribution unterstützen, in Ubuntu ist Docker seit Version 14.04 fester Bestandteil.

© © Red HatAbbildung 1: Die Präsentation auf dem Red Hat Forum 2014 zeigt: Der Distributor setzt mittlerweile voll auf die Containerlösung Docker, er treibt die Entwicklung voran …
© © Red HatAbbildung 2: … und hat das leichtgewichtige Virtualisierungstool bereits weitgehend in seine Produkte integriert – konsequent von RHEL bis zu Open Shift.

Erweiterungen: Libcontainer und Libchan

Eine weitere interessante Entwicklung im Docker-Universum ist unter anderem die von Docker Inc. kürzlich veröffentlichte Universalbibliothek Libcontainer [4]. Unternehmen wie Red Hat, Google, Canonical und Parallels treiben die Entwicklung eines standardisierten Zugriffs auf Applikationscontainer voran.

Die Library Libchan ermöglicht eine leichtgewichtige Kommunikation zwischen Prozessteilen und Prozessen auf Basis verschiedenster Transporte wie SPDY, Websockets, purem TCP oder Unix-Sockets – was das Entwickeln verteilter Applikationen stark vereinfachen soll.

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