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Spice – Red Hats Geschmacksverstärker für virtuelle Desktops
Virtuos gewürzt
Udo Seidel
Mit Spice, dem Simple Protocol for Independent Computing Environments, will Red Hat die Performance von Multimedia-Anwendungen auf Remote Desktops verbessern. Das Paket aus Terminalserver, Client und Protokoll ist zwar eigens für KVM entstanden, aber nicht mehr darauf beschränkt.
Virtuelle Desktop-Infrastrukturen haben ihre Tücken. Zwar gibt es gerade unter Linux zahlreiche Protokolle und Implementierungen, die es erlauben, auf die grafischen Oberflächen von entfernten Rechnern zuzugreifen [1]. Aber wo es früher bereits reichte, das GUI erfolgreich übers Netzwerk zu übertragen, sind Anwender und Admins heute deutlich anspruchsvoller und verlangen Features, die sie von lokaler Hardware gewohnt sind – und einiges mehr.
Gewachsene Ansprüche
Niedrige Bandbreiten sollten kein Problem sein, jeder Datenaustausch zwischen Server und Client muss abhörsicher sein – er könnte ja übers ungeschützte Internet stattfinden. Die zunehmend mobilen Anwender wollen Sitzungen unterbrechen und später von einem anderen Rechner aus wieder aufnehmen.
Doch auch das meistern Protokolle und Software wie Microsofts Remote Desktop Protokoll (RDP) oder Nomachines NX ohne Probleme. Selbst die Netzwerkfähigkeit von X-Window reicht, um aus jedem Linux- oder Unix-Rechner einen potenziellen Terminalserver zu machen – zumindest im schnellen LAN. Glücklich kann sich aber schätzen, wer lokale Soundkarten, Drucker oder USB-Sticks auch übers Netzwerk zur Verfügung hat. X2go schafft das noch durch eine intelligente Kombination von Fuse, SSH-FS und Pulse Audio.
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