Wer schon mal ein Patch an ein Open-Source-Projekt geschickt hat, der kennt die Hürden, die auch den motiviertesten Entwickler entmutigen können: Die E-Mail-Adresse der Projekt-Maintainer oder der entsprechenden Mailingliste ist zu erfragen und eventuell im Weg stehende Moderationsschwellen sind zu überwinden. Findet dann endlich ein Verantwortlicher die Zeit, sich den Beitrag anzusehen, ist vielleicht die Formatierung falsch oder das Patch überschneidet sich mit anderen noch nicht veröffentlichten Änderungen.
PITA-Faktor verringern
Github hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen PITA-Faktor (Pain in the Ass, [2]) zu verringern. Öffentlich zugängliche Code-Repositories mit dem Branch- und Merge-freundlichen Revisionskontrollsystem Git erlauben es jedem Open-Source-Interessierten, nach Herzenslust viele der dort gehosteten Projekte zu ändern, lokal zu testen und im Erfolgsfall seinen Code beinahe reibungslos ins Originalprojekt einzuspielen.
Fork ist kein böses Wort
Einen Fork zu erzeugen, also eine Kopie eines Open-Source-Projekts anzulegen und auf eigene Faust daran Änderungen vorzunehmen, ist auf [github.com] kein hinterlistiges Vorgehen, sondern geplanter Alltag. Forks dienen dort nicht der feindlichen Projektübernahme, sondern erlauben es interessierten Programmbastlern, neue Features zu entwickeln, zu testen und schließlich die Maintainer um Übernahme in den Hauptzweig des Projekts zu bitten.
Github hostet öffentlich zugängliche Open-Source-Projekte kostenlos und bietet 300 MByte Plattenplatz pro Entwickler. Möchte jemand den Service für nicht öffentliche Projekte nutzen, bietet Github eine Reihe von kostenpflichtigen Varianten an, die der erfolgreichen kleinen Garagenfirma mit einer Handvoll Mitarbeitern ein gesichertes Einkommen ermöglichen.
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