Mit der 17. Veröffentlichung der Openstack-Plattform unter dem Codenamen Queens bietet die Software unter anderen Neuerungen eine bessere Anbindung und Nutzung von Hardware-Ressourcen.
So können in Openstack Queens Cloud-Anbieter in der Compute-Instanz Nova „flavors“ festlegen und damit Ressourcen für vGPUs (virtual GPU) anfordern. Endnutzer sollen VMs booten können, die vGPUs haben. Mit dem Cyborg-Framework steht zudem eine weitere Option zur Verwaltung von Hardware-Ressourcen zur Verfügung, über die sich Hardware-Beschleunigung etwa via GPU und FPGA realisieren lässt.
Der bei Nova bereits vorhandene Rescue-Modus hält mit Queens auch für Bare-Metal-Systeme Einzug. Der Ironic Rescue Mode soll es Nutzern ermöglichen, Fehler bei falsch konfigurierten Bare-Metal-Knoten zu beheben oder andere Probleme wie etwa ein verlorener SSH-Schlüssel zu lösen. Die Nutzung von Ironic und damit der Einsatz von Bare-Metal-Systemen, sei zwischen April und November 2017 von 9 auf 20 Prozent gestiegen, habe die Nutzerumfrage ergeben.
Neu ist auch der Containerdienst Zun. Mit dem neu in das Openstack-Ökosystem aufgenommenen Zun-Projekt, sollen Anwender Container starten und betreiben können, ohne Server und Cluster administrieren zu müssen. Zun arbeite mit Neutron, Cinder, Keystone und anderen Core-Elementen von Openstack zusammen.
Mit dem Projekt LOCI findet ein weiteres Projekt Aufnahme. Es dient zur Erstellung von Images von Open-Stack-Services, die mit den Spezifikationen der Open Container Initiative kompatibel sind. Die Images lassen sich dann in Deployment-Tools betreiben. Queens bringt dafür eine weitere Neuerung mit, Openstack-Helm, das eine Sammlung von Charts und Tools darstellt, mit der sich etwa das Lifecycle-Management von Openstack auf Kubernetes managen lässt.
Openstack Queens wird das Hauptthema beim Openstack Summit in Vancouver (21. bis 24. Mai) sein. Die Release folgt der im vergangenen Jahr beim Summit in Sydney vorgestellten Pike-Release. Im November, zur nächsten Release von Openstack, macht der Summit dann erstmals in Deutschland Station und dort in Berlin (13. bis 15. November 2018).
