MySQL Cluster 7.2: Schneller und optionales NoSQL-Interfacce

Gegenüber dem Vorgänger hat Oracle die Datenbank um ein Vielfaches beschleunigt und mit einem optionalen NoSQL-Interface ausgestattet.

Der Datenbank-Hersteller Oracle hat die Verfügbarkeit von MySQL Cluster 7.2 bekannt gegeben. Mit eindrucksvollen Zahlen unterstreicht Oracle die Performance-Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion. So soll eine Optimierung namens AQL (Adaptive Query Localization) die Dauer von Abfragen um bis zu 70 Prozent reduzieren. Dazu werden Abfragen auf jeweils lokale Kopien von Daten auf den im Cluster verteilten Servern angewandt. Über die C++-API sollen bis zu 17 Millionen Abfragen pro Sekunde möglich sein.

Durch Auto-Sharding verteilt MySQL-Cluster zur Lastverteilung die Tabellen selbständig über die einzelnen Datenbank-Knoten. Die Hochverfügbarkeits-Features ermöglichen nach Angaben von Oracle eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent. In der neuen Version steht erstmals eine NoSQL-Schnittstelle zur Verfügung, die auch das so genannte schemalose Speichern von Daten gestattet, etwa über die von Webanwendungen bekannte Memcache-API.

MySQL Cluster 7.2 ist im Rahmen der kommerziellen Carrier Grade Edition von MySQL und als freie Software unter der GPL-Lizenz erhältlich. Mehr Informationen über das aktuelle Release sind einem Whitepaper zu entnehmen.

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