Beachten Sie, dass KeePassXC nur die in dem Auswahlfeld genannten Browser unterstützt. Für Firefox, Chromium sowie einige von deren Derivaten laden Sie im nächsten Schritt Addons herunter und integrieren diese in den Browser. Das veranlassen Sie bequem über die im Konfigurationsdialog vorhandenen Links. Die Addons dienen dazu, Webbrowser und Passwortverwaltung zu verbinden. Sie müssen daher installiert sein, bevor Sie die erwähnte Auto-Type-Funktion nutzen können. Die jeweiligen Addons tauchen in der Symbolleiste des Browsers als kleine Statussymbole auf (Abbildung 9).
Starten Sie danach KeePassXC erneut, und rufen Sie im Webbrowser eine der für die Auto-Type-Funktion vorgesehenen Adressen auf. Auf der jeweiligen Webseite in den Feldern zur Eingabe der Zugangsdaten erscheint nun ein kleines grünes Schlüssel-Symbol. Zugleich poppt ein weiteres Fenster auf und fragt für den Zugriff die Authentifizierungsdaten von KeePassXC ab. Hier klicken Sie auf Auswahl erlauben, was die Zugangsdaten aus der KeePassXC-Datenbank in die Felder spült, ohne von Ihnen weitere Eingaben zu verlangen (Abbildung 10).
Dazu muss die jeweilige Webseite den Nutzernamen und das Passwort gemeinsam abfragen. Öffnet eine Webseite nach der Eingabe des Nutzernamens eine neue Seite oder ein Fenster zur Eingabe des Passworts, liefert KeePassXC keine Authentifizierungsdaten.
Außerdem muss KeePassXC für diese Form der automatisierten Eingabe von Zugangsdaten bereits laufen. Sie können das über den automatischen Start beim Hochfahren des Systems veranlassen. Dazu setzen Sie im Konfigurationsdialog im Menü Allgemein ein Häkchen vor der Option KeePassXC beim Systemstart automatisch starten. Aktivieren Sie zudem das Häkchen vor Nach Entsperren der Datenbank Fenster minimieren, versteckt sich KeePassXC außerdem beim Minimieren in der Panel-Leiste.
Pasaffe
Pasaffe [6] ist ein unter der GPLv3 publizierter kleiner Passwortmanager. Ursprünglich für Ubuntu entwickelt, steckt er inzwischen auch in verschiedenen Derivaten wie Trisquel und Linux Mint sowie in Arch-basierten Distributionen wie Manjaro. Neben einem PPA für Ubuntu steht auch der Quellcode bereit.
Die für den Gnome-Desktop entwickelte Applikation lässt sich problemlos auch mit anderen Arbeitsumgebungen nutzen. Das einfach gehaltene Programm öffnet nach der Installation beim ersten Start zunächst ein kleines Fenster, in dem Sie für die neu anzulegende Datenbank ein Master-Passwort eingeben. Danach legt es die Datenbank an und öffnet das sehr simpel gestrickte Hauptfenster (Abbildung 11).
Nomenklatur
Pasaffe unterteilt die einzugebenden Datenbestände in Ordner und Einträge. Ordner erfüllen die Funktion von Gruppen, in denen Sie gleichartige Authentifizierungsdaten sichern. Um den ersten Ordner anzulegen, nutzen Sie den Dialog Bearbeiten | Ordner hinzufügen. In einem Fenster erscheint der übergeordnete Ordner und erwartet im Feld Ordnername die Eingabe einer Bezeichnung.
Weitere Ordner legen Sie danach an, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den neu angelegten Ordner klicken und über Ordner hinzufügen einen weiteren Ordner in die Datenbank einfügen. Dabei legt Pasaffe den neuen Ordner stets unterhalb des gerade markierten an, sodass Sie dabei eine Baumhierarchie aufbauen. In der vertikalen Spalte links visualisiert das Hauptfenster die Ordnerhierarchie. Legen Sie innerhalb einer bestehenden Hierarchie weitere Ordner an, fügt Pasaffe diese in alphabetischer Reihenfolge ein.
Über das per Rechtsklick erreichbare Kontextmenü dürfen Sie einen Ordner auch löschen. Das entfernt allerdings auch ohne zusätzliche Nachfrage sämtliche Unterordner in dieser Hierarchie.








