C-Mor bietet zudem zahlreiche voreingestellte Profile, die mehrere Hundert Kameras verschiedener Hersteller abdecken. Das eröffnet eine zeitsparende Einstellmöglichkeit für die angeschlossenen Modelle. Im Test versagte allerdings bei einem Kameramodell von D-Link die Option, die Kamera mit Hilfe eines RTSP-Livestreams anzusprechen. Auf eine Mjpeg-Option reagierte die Kamera hingegen auf Anhieb positiv.
Wiedergabe
Will er Aufzeichnungen betrachten, klickt der Admin einfach auf das gewünschte Gerät im Hauptbildschirm und betrachtet dann in einem neuen Dialog anhand kalendarischer Auswahloptionen die Aufnahmen. Die blendet C-Mor je nach Anzahl mit verkleinertem Vorschaubild unter Angabe von Datum und Zeit im Browserfenster ein (Abbildung 5). Ein Klick auf eine Aufnahme lädt diese zunächst vom Server. Dann sucht der Admin über einen Auswahldialog einen Betrachter für die Aufnahme aus. Üblicherweise zeigt C-Mor die im System installierten Videoplayer. Alternativ speichert der Nutzer die Aufnahme einfach – voreingestellt als Avi-Dateien.
Aufzeichnungen
Das Menü »Aufzeichnungen« wartet im Dashboard direkt über der oben mittig angebrachten Buttonleiste. C-Mor bietet an dieser Stelle ein Konfigurationsmenü für die Aufnahmen der Kameras an. Dort definiert der Administrator kameraspezifisch, welche Inhalte er über welchen Zeitraum sichern möchte. Auswählen darf er zwischen den durch die integrierte Bewegungsmeldung angestoßenen Aufnahmen und manuellen Daueraufnahmen. Das Menü schiebt außerdem zeitraumspezifische Aufnahmen auf einen FTP- oder SFTP-Server.
Über einen weiteren Dialog legt der Admin für jede Kamera fest, welche Aufnahmen er löschen möchte. Einzellöschungen definiert er nach Stundenintervallen in einer eigenen Einstellbox. Dies löscht alle Inhalte, die eine Kamera im definierten Zeitraum aufnimmt (Abbildung 6).
Statistisches
Auch C-Mor gewährt jederzeit Einblick in den Zustand des Systems. Vor allem bei größeren Installationen mit mehreren hochauflösenden Kameras sollte der Admin CPU-Auslastung und Plattenplatz im Auge behalten. Im Menü »Systemstatus«, das der Nutzer vom Dashboard aus erreicht, fassen die Entwickler alle relevanten Daten zusammen.
Teils handelt es sich um ansprechende Diagramme, mit denen der Admin die einzelnen Parameter auf einen Blick erfasst. Zusätzlich warten im unteren Bereich des Dialogs die System-Logdatei und die Mail-Protokolldatei für die Benachrichtigungsfunktionen. Auch sie liefern im Bedarfsfall Hinweise auf Probleme (Abbildung 7).
Motioneye
Die Software Motioneye [3] setzt auf das für Linux erhältliche Kommandozeilenwerkzeug Motion, das IP-Kameras fit macht für die bewegungsgesteuerte Videoüberwachung. Dank des in Python geschriebenen Motioneye verwendet der Nutzer nicht nur mehrere Kameras simultan, sondern erhält obendrauf auch noch eine komfortabel zu bedienende Weboberfläche.
Vom selben Entwicklerteam gibt es zudem für mehrere Einplatinencomputer eine anwendungsspezifische Distribution namens Motioneye OS. Sie verwandelt Minirechner wie den Raspberry Pi oder den Banana Pi in Schaltzentralen für Videoüberwachung. Auch mehrere Linux-Distributionen bieten Motioneye an, es lässt sich dank ausführlicher Anleitungen zügig installieren [15].








