Aus Linux-Magazin 06/2019

Fünf grafische Datenbank-Frontends im Test (Seite 6)

Formular

Nach einem Klick auf den Button »Formular« öffnet Kexi den Formulareditor. Links im Navigatorbereich des Programmfensters erscheinen alle vorhandenen Tabellen und Abfragen, die als Grundlage des Formulars dienen. Oben horizontal blendet die Software zahlreiche Gestaltungselemente für das Formular ein, während mittig im Editor ein leeres Vorlagenblatt erscheint.

In das letztere fügt der Nutzer verschiedene Felder ein. Diese darf er frei positionieren und in ihrer Größe verändern. Rechts neben dem Formularbereich findet er eine Spalte »Eigenschaften«, in der er diverse Formatierungen wie Schriftgrößen und -attribute sowie Farben und Hintergründe definiert. Außerdem kann er hier die Datenquellen für das jeweilige Feld angeben, wobei ihn eine Auswahlliste auf die vorhandenen Tabellen und Abfragen einschränkt.

Die Bezeichnung des jeweiligen Datenfelds übernimmt Kexi in das jeweilige Feld des Formulars. Um Letzteres mit geringem Aufwand übersichtlich zu gestalten, hinterlegt den Formularbereich ein Punktraster. Vor seinem Hintergrund lassen sich die Felder frei bewegen und in ihrer Größe anpassen.

Ist er mit dem Formular zufrieden, sichert der Anwender es durch einen Klick auf den Knopf »Speichern« und eine Namenseingabe. Das Formular landet dann links im Navigatorbereich.

Abbildung 9: Formulare gestalten die Abfragen in Kexi komfortabler.

Abbildung 9: Formulare gestalten die Abfragen in Kexi komfortabler.

Durch einen Klick auf den Knopf »Daten« wechselt der Anwender in die Formularanzeige, die bereits den ersten Datensatz anzeigt (Abbildung 9). Das Raster verschwindet und Kexi zeigt die Felder gemäß den Vorgaben und Formatierungen an. Am unteren Rand befindet sich eine Bedienleiste, dank der ein Anwender innerhalb des Formulars von Datensatz zu Datensatz springen kann oder an das Ende oder den Anfang der Datenbank. Daneben ermöglicht ein Suchfeld eine Freitextsuche.

MySQL Workbench

MySQL Workbench [4] heißt ein von Oracle entwickeltes Frontend für MySQL-Datenbanken. Sein Funktionsumfang umfasst unter anderem das Modellieren und das Design von Datenbanken. Die Software gibt es in der Standard-, Enterprise- und Cluster-Variante mit jeweils unterschiedlicher Funktionalität unter einer proprietären Lizenz. Diese Versionen sind kostenpflichtig. Die Community-Edition dagegen steht unter der GPL und ist bereits in Software-Archive gängiger Linux-Distributionen eingepflegt.

Beim Installieren legt die Routine auch einen entsprechenden Starter in der Menü-Hierarchie des jeweiligen Desktops an. MySQL Workbench setzt im Betrieb dabei einen laufenden MySQL-Server voraus, den der Anwender unter Umständen ebenfalls installieren muss.

Abbildung 10: MySQL Workbench ist komplett auf die Möglichkeiten von MySQL abgestimmt.

Abbildung 10: MySQL Workbench ist komplett auf die Möglichkeiten von MySQL abgestimmt.

Im ersten Schritt verbindet er das Frontend mit dem Datenbankserver. Dazu klickt er auf die Option »Connect to Database« im Menü »Database« der gestarteten Applikation. Ist eine Verbindung da, öffnet sich die Verwaltungsoberfläche (Abbildung 10).

Tabellarisch

Um eine Tabelle für seine Datenbank anzulegen, klickt der Nutzer oben in der Knopfleiste der Workbench zunächst auf »Create a new schema in the connected server«. Im mittigen Fenstersegment öffnet sich nun ein Dialog. Dort gibt der Nutzer einen Namen für das neue Projekt ein und definiert den genutzten Zeichensatz. Nach einem Klick auf »Anwenden« blendet Workbench ein überlappendes Fenster ein, das den SQL-Code zeigt. Den ändert der Nutzer manuell, ein anschließender Klick auf »Apply« übernimmt die Modifikationen.

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