Aus Linux-Magazin 05/2019

Dezentrale Instant Messenger (Seite 6)

Abbildung 8: Fast komplett leer präsentiert sich das Riot-Startfenster.

Abbildung 8: Fast komplett leer präsentiert sich das Riot-Startfenster.

Anschließend gelangt er in einen zweigeteilten Bildschirm. Das Nachrichtensegment erscheint hier rechts, der Bereich für die Räume und Kommunikationspartner auf der linken Seite (Abbildung 8). Räume heißen dabei die einzelnen Gruppen, die sich meist über ein gemeinsames Thema zusammenfinden. Über das jeweils rechts daneben befindliche »+«-Symbol ergänzt der Anwender neue Kontaktpersonen oder öffnet ein Fenster mit vorhandenen Räumen.

Abbildung 9: Über einen gesonderten Dialog schließt sich der Nutzer einer Gruppe an.

Abbildung 9: Über einen gesonderten Dialog schließt sich der Nutzer einer Gruppe an.

Hier erzeugt er durch einen Klick auf »Neuen Raum erstellen« selbst einen Raum oder betritt einen bereits existierenden. Standardmäßig schottet Riot die Räume ab und macht sie nur für die jeweiligen Mitglieder einsehbar. Nur wer die Räume als »Für alle lesbar« kennzeichnet, macht sie öffentlich zugänglich (Abbildung 9).

Abbildung 10: Die Oberfläche von Riot zeigt alle benötigten Informationen.

Abbildung 10: Die Oberfläche von Riot zeigt alle benötigten Informationen.

Betritt der User einen Raum, indem er auf die gewünschte Gruppe klickt, erscheint der Kommunikationsstrang mittig im Programmfenster, während die Gruppe links in der Listenansicht auftaucht. Rechts öffnet Riot zudem eine weitere Spalte, die Teilnehmer auflistet, die der Gruppe angehören. Über die grüne Schaltfläche »In diesen Raum einladen« laden Teilnehmer zudem andere Interessierte ein. Die Bedienoberfläche der Desktop-Anwendung und der Browser sind dabei identisch (Abbildung 10).

Einstellungen

Die Einstellungsdialoge von Riot verwaltet der Nutzer, indem er auf seinen Namen links oben im Fenster klickt und dort die Option »Einstellungen« aussucht. Anschließend nimmt er in einem gesonderten Fenster nicht nur Änderungen an den Zugangsdaten vor, sondern fordert auch Medienberechtigungen an, um Telefonie-Dienste zu nutzen.

Riot stellt außerdem IP- und Videotelefonie-Dienste bereit. Dazu muss der Anwender zusätzlich eine Verbindungsoption, die eine Eins-zu-Eins-Kommunikation freischaltet, aktivieren. Erst dann darf er die Telefonie-Dienste verwenden, wobei er diese über das Telefonhörer- oder Kamerasymbol unten mittig im Fenster einschaltet.

Anhänge

Riot kommt auch mit Anhängen klar, wobei diese häufig aus Bildern bestehen. Einen Anhang fügt der Nutzer über das Büroklammer-Symbol neben dem Eingabefeld für Nachrichten ein. Riot ergänzt ihn dann in der Nachricht. Bilder stellt Riot verkleinert dar. Ein Klick auf ein Bild holt es in den Vordergrund des Fensters und vergrößert es zugleich dabei.

Über die Option »Dateien« oben rechts im Fenster betrachtet der Nutzer die von anderen Teilnehmern im Raum publizierten Bilder in der rechten Spalte. Ein Klick auf eine der Abbildungen vergrößert diese. Ein »Herunterladen«-Button gestattet den Download. Multimediale Inhalte wie Videosequenzen präsentiert Riot in einem Player-Fenster an, wobei der User den Medien-Abspieler mit Buttons unterhalb des Sichtfensters steuert.

Suche

Riot besitzt eine Volltextsuche, die der Nutzer über das Lupensymbol oben rechts im Programmfenster startet. In ein Eingabefeld im mittigen Fenstersegment geben Anwender Begriffe und Zeichenfolgen ein.

Nach einem Klick auf das Lupensymbol rechts neben dem Eingabefeld durchsucht Riot den Strang und zeigt anschließend den ersten Treffer für den Begriff oder die Zeichenfolge an (Abbildung 11).

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Martin
4 Jahre her

Fehlt nicht mit XMPP das verbreitetste Protokoll für dezentrale Instant Messenger? Man kann eigene Server hosten, es gibt Clients für Web (converse.js), Android (Conversations), iOS (Zom/Chatsecure/Monal) und Linux/WIndows (Gajim). Die genannten Clients unterstützten Gruppenchats ebenso wie private Chats mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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