Beschriften
Razuna organisiert die Inhalte nicht in Sammlungen, sondern in einer Ordnerstruktur. Die Folder blendet die Software stets auf der linken Seite ein, über die kleinen Pfeile klappen Benutzer sie aus. Auf der rechten Seite erscheinen die Inhalte, Tabs weisen den Weg zu den unterschiedlichen Dateitypen.
Hinter dem kleinen Link »Folder Sharing & Settings« rechts oben verbergen sich unter anderem die Freigabeoptionen, über die Benutzer einen öffentlichen Link generieren. Auch die Zugriffsrechte regeln sie hier. Razuna unterscheidet zwischen »Read« , »Read/Write« und »Full access« und vererbt die Eigenschaften auf Wunsch an Unterverzeichnisse (siehe Abbildung 7).
Razuna importiert zwar alle Metadaten, nutzt aber nur einen verschwindend geringen Anteil davon, etwa die XMP-Beschreibungen und die IPTC-Keywords. Auch mit Digikam vergebene Tags übernahm die Software im Test, verwendete sie aber nicht für die eigene Verschlagwortung. Nutzer greifen über die Einzelansicht und den Reiter »Meta Data« auf die Daten zu und modifizieren sie.
Ganz unten im Dialog bestätigen die »Raw Metadata« , dass auch Geo-Informationen erhalten bleiben (siehe Abbildung 8). Das DAM-System bietet nicht an, den Aufnahmeort auf einer Karte anzuzeigen oder anhand von Geodaten zu suchen. Ein entsprechender Feature-Request ist seit Jahren offen. Um Metadaten mehrerer Dateien zu bearbeiten, markiert der Anwender sie in der Übersicht und wählt aus dem Menü den Eintrag »Batch« .
Ausschau halten
Die Suchfunktion überzeugt auf ganzer Linie. Sie fahndet nach Einzelbegriffen und nach mehreren durch doppelte Anführungszeichen eingeschlossenen Wörtern. Das Suchfeld am oberen Rand können Anwender mit booleschen Operatoren füttern und beispielsweise nach PDF-Dokumenten mit dem Schlüsselwort »Bitparade« suchen:
keywords:(Bitparade) AND extension:(pdf)
»Advanced Search« öffnet einen Dialog zum Suchen nach Dateinamen, Schlagwörtern, File Extensions oder Beschreibungen. Über Tabs wählen Nutzer aus, ob sie alle oder nur bestimmte Dateitypen durchforsten wollen. Auch das Datum des Hinzufügens oder der letzten Änderungen wird berücksichtigt.
Razunas Benutzerverwaltung ist einfach gehalten. Das System unterscheidet zwischen Benutzern und Gruppen. Die einzige Gruppe mit Sonderrechten ist die bestehende Gruppe »Administrators« . Über Klick auf den Benutzernamen rechts oben und »Administration« erzeugen Verwalter neue Accounts und Gruppen. Welche Berechtigungen diese für die einzelnen Ordner haben, legen sie wie erwähnt in den »Folder Settings« fest.
Beim Erzeugen neuer Zugänge ist es möglich, ein Verfallsdatum zu bestimmen und Einladungen per E-Mail zu versenden. Das System verschickt aber keine Aktivierungs-URLs, sondern den Benutzernamen und das Passwort im Klartext – bei welcher Adresse sich der neue Anwender anmelden soll, bleibt unklar.








Es gibt ein neues Open Source DAM System – AtroDAM. Dieses System ist modern, webbasiert und kommt mit vielen Features direkt aus der Box.