Krita-Team arbeitet an KI-gestützter Fast-Sketch-Funktion

Krita-Logo

Die Entwickler des Mal- und Zeichenprogramms Krita haben die erste Version eines neuen Plugins veröffentlicht, das aus einem Entwurf eine erste Tuschezeichnung erstellt. Das Plugin nutzt dabei eine KI, die in Zusammenarbeit mit Intel entstand.

Das Plugin nimmt eine erste schnelle Schwarzweiß- beziehungsweise Bleistiftskizze (Fast Sketch) entgegen und wandelt sie in eine Art Tuschezeichnung mit klaren Linien um. Je häufiger man das Plugin anwendet, desto „härter“ erscheinen die Linien und desto mehr verschwinden unerwünschte schnelle Striche aus der Skizze. Die von der KI generierte Grafik lässt sich im Idealfall direkt kolorieren. Ein Beispiel für die Ergebnisse liefert die zugehörige Ankündigung des Krita-Teams.

Im Hintergrund nutzt das Plugin ein neuronales Netz, das die Krita-Macher mit öffentlich verfügbaren Zeichnungen trainiert haben. In ihrer Ankündigung betonen sie, dass sie dabei keine urheberrechtlich geschützten Werke herangezogen haben. Die für das Training verwendeten Skripte lassen sich herunterladen, die Bezugsquelle verrät die Dokumentation des Plugins.

Das Plugin befindet sich allerdings noch in einem experimentellen Stadium. Wer es unter Linux ausprobieren möchte, muss zu einer frühen Vorabversion des kommenden Krita 5.3.0 greifen. Die wiederum steht als fertiges AppImage bereit, das man neben einer bereits installierten Fassung gefahrlos starten kann. Den Stand der Entwicklung diskutiert das Krita-Team in seinem Forum.

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