Open Source im professionellen Einsatz

WM der Roboter-Segler startet in Portugal

07.07.2009

In Matosinhos, Portugal, stechen am morgigen Mittwoch unbemannte Boote zur World Robotic Sailing Championship zum ersten Wettkampf in See. Mit dabei sind diverse mit Linux-Systemen bestückte Boote.

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An der WM der Segel-Roboter nehmen nur Boote teil, die die Wettfahrten autonom und unbemannt meistern können. Erlaubt sind Schiffe mit bis zu vier Metern Länge. Die zu absolvierenden Fahrten bestehen aus Regatten und Demonstrationen von Segelmanövern. Parallel dazu findet in Portugal die internationale Robotic Sailing Conference statt.

Das österreichische Team fiebert dem Start bereits entgegen. In einem WM-Tagebuch sind die bisherigen Vorbereitungen nachzulesen. Das Roboat wird von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften betrieben, das Boot reiste als Titelverteidiger an. Im Mai 2008 wurde das Team um das ASV Roboat bei der WM auf dem Neusiedler See erstmals Weltmeister im Roboter-Segeln. Dem Boot reichen die Zielkoordinaten, um anschließend selbstständig die Route anhand von Wetterdaten zu berechnen und anzupassen, die Segel zu trimmen und die nötigen Manöver wie Wende und Halse auszuführen.

Auch beim Schweizer Team Studenten Segeln Autonom vom Autonomous Systems Lab der ETH Zürich kommt Linux zum Einsatz. Ebenso sind die Boote der FASt (Universität Porto) und der University of Wales in Aberystwyth mit Linux ausgestattet. Eine Übersicht der Teilnehmer gibt es hier.

Das ASV Roboat aus Österreich. Quelle: InnoC

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