Äußerlich unterscheidet sich das Wind U100 kaum vom Medion Akoya Mini. Gehäuse und externe Schnittstellen sind identisch, auch die Webcam mit 1,3 Megapixeln hat Medion von MSI übernommen. Im MSI-Rechner befindet sich hingegen ein WLAN-Modul von Realtek (RTL8187SE), das mit 802.11b/g funkt und ein Bluetooth-2.0-Adapter. Die Netzwerkkarte RTL8101E arbeitet zudem mit Gigabit-Geschwindigkeit, der Aldi-Rechner bringt nur eine Fast-Ethernet-Karte mit. Die restlichen Parameter decken sich: Atom-Prozessor mit 1,6 GHz, 1 GByte Hauptspeicher und eine 80 GByte große 2,5-Zoll-Festplatte. Die Akku-Laufzeit mit dem mitgelieferten, 2200 mAh starken 3-Zellen-Akku beträgt zwischen 2 und 3 Stunden. Inklusive Akku wiegt das Wind U100 1,2 kg.

Das MSI Wind U100 kommt im Lieferzustand mit Windows, verträgt aber Linuxe wie Opensuse wie das Aldi-Pendant Akoya ohne zu Murren.

Das MSI Wind U100 kommt im Lieferzustand mit Windows, verträgt aber Linuxe wie Opensuse wie das Aldi-Pendant Akoya ohne zu Murren.

Entgegen früheren Gerüchten kostet der U100 mit 399 Euro gleich viel wie der Aldi-Rechner und es gibt davon keine Linux-Version. Windows XP ist in sechs Sprachen vorinstalliert, eine davon muss man beim ersten Start auswählen, die anderen Sprachen werden gelöscht. Linux auf dem Rechner einzurichten, ist aber kein Problem: das Setup deckt sich weitgehend mit dem Aldi-Rechner, lediglich beim WLAN-Modul und der Webcam ist je nach Distribution etwas Handarbeit nötig.
Als WLAN-Gerät kommt ein Adapter von Realtek zum Einsatz, welchen lspci; auf aktuellen Distributionen als Unkown device 8199 (rev 22) auflistet. Die Windows-Treiber-CD erkennt ihn als RTL8187 Second Edition. Die zweite Edition (Mini-PCI-Version) arbeitet nicht mit dem Kernelmodul r8187 für PCI-Karten zusammen, es gibt dafür aber einen quelloffenen Linux-Treiber im Ubuntu-Launchpad.

Das Kompilieren des Treibers übernimmt das Script "makedrv" im Quellverzeichnis, "sh wlan0up" aktiviert das Gerät. Das WPA-Setup gelingt per Networkmanager. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit nach einer neuen Version Ausschau zu halten, da der aktuelle Treiber manchmal die Verbindung verliert.

Das MSI-Netbook (links) ist deutlich größer und rund 300 g schwerer als der Eee-PC 701.

Das MSI-Netbook (links) ist deutlich größer und rund 300 g schwerer als der Eee-PC 701.

Die gelbe LED für die Webcam ist auf dem MSI-Netbook durch eine blaue für das Bluetooth-Modul ersetzt. Es gibt aber keinen [Fn]-Hotkey für den Bluetooth-Adapter, so dass dieser zunächst unerkannt bleibt. Der Trick besteht darin, die Tastenkombination [Fn]+[F11] für den WLAN-Adapter mehrmals zu drücken. So wechseln Sie zwischen WLAN+Bluetooth, nur WLAN und nur Bluetooth oder schalten beides aus.

Die Webcam funktioniert wie beim Akoya-Mini mit den neuesten Uvcvideo-Treibern, die restliche Hardware arbeitet ohne manuelles Setup mit aktuellen Linux-Distributionen zusammen.