Die Debian-Entwickler bereiten sich auf die Veröffentlichung der Debian-Version Lenny im September vor. Für nächste Woche hat das Release-Team das vollständige Einfrieren aller Pakete angesetzt.
Für die non-essential Toolchain (Hilfsprogramme für die Paketerstellung) und die Bibliotheken hat der Freeze bereits stattgefunden. An diesen Paketen nehmen die Entwickler nur noch Änderungen vor, wenn ein dringender Grund vorliegt.
Für nächste Woche hat das Release-Team den Freeze des gesamten Lenny-Zweigs angekündigt. In ihrem Schreiben an die Mailinglisten des Projekts ermahnt die Release-Mannschaft die Entwickler dazu, die letzten Änderungen an den von ihnen betreuten Software-Paketen rasch hochzuladen. Zur Motivation haben sie ihrer Mail eine kleine Ascii-Grafik im Stil des Spaß-Programms Cowsay beigefügt:
______________________ < We freeze next week! > ---------------------- \ ^__^ \ (oo)\_______ (__)\ )\/\ ||----w | || ||
Einige der Release-Ziele für Debian 5.0, Codename Lenny, hat die Debian-Community bereits erreicht. Dazu gehören der Umstieg auf die Python-Version 2.5 sowie Internationalisierung für alle Pakete, die das Debconf-System verwenden.
Zu den noch ausstehenden Zielen gehört es unter anderem, alle Skripte die “/bin/sh” als Interpreter aufrufen, von Bash-Eigenarten zu befreien, damit Debian Anwender auf Alternativen wie Debian-Almquist-Shell (Dash) als Standard-Shell umsteigen können. Außerdem sollen die Skripte im Verzeichnis “/etc/init.d” kompatibel zu modernen Init-Systemen werden, die Dienste nicht in einer festgelegten Reihefolge starten, sondern ein System von Abhängigkeiten verwenden.
Daneben gibt es laut der Mitteilung der Release-Manager derzeit noch rund 360 Bugs, die vor der Veröffentlichung von Lenny zu beheben sind. Dabei sollen Bug-Squashing-Parties in Städten weltweit helfen, auf denen sich Debian-Entwickler treffen, um verbleibende Probleme zu beseitigen.



