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Cebit 2008: Vizekanzler Steinmeier beschirmt Linuxtag 2008

Der Linuxtag e.V. hat auf der Cebit eine Vorschau auf den Linuxtag 2008 gegeben (28.-31.5 in Berlin). Der Verein lädt mit prominenten Sprechern und Besucher-Mehrwert auf seine jährliche Linux-Messe ein.

Als Schirmherrn hat der Verein Linuxtag e.V., der hinter dem Linuxtag steht, dieses Jahr Frank-Walter Steinmeier gewonnen, Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Als Keynote-Sprecher nannte Nils Magnus, Director und Program-Chair des Linuxtags, auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Cebit unter anderem den Debian-Gründer Ian Murdock, den Gnome-Mitgründer Nat Friedmann sowie Dave Miller, der beim Linux-Kernel maßgeblich am Netzwerk-Stack beteiligt ist. Für das Themen- und Ausstellerprogramm versprach Magnus eine weite Spanne "von hoch technischen Themen wie Kernel-Entwicklung und Embedded Linux bis zu Digital Lifestyle wie Linux auf Mobiltelefonen". Neu ist außerdem, dass Sun vor wenigen Wochen erst eine Sponsorenschaft für den Linuxtages 2008 zugesagt hat.

Magnus bezeichnete es als einen Rekord, dass sich schon über 100 Projekte beworben hätten. Es gibt auf dem Linuxtag eine Vorauswahl der Projekte, deren Kriterien in den Bedingungen auf den Webseiten des Linuxtags zu finden sind. Die Bewerbungsfrist wurde verlängert und läuft noch bis zum 13. März. Die Vorauswahl verfolgt einen ganz bestimmten Zweck: "Wir wollen Mehrwert für Besucher", sagte Magnus auf der Cebit. Der Linuxtag biete kostenlose Messestände, dafür fordere er auch etwas: "Was wir nicht wollen sind drei Tische, wo Leute hinter ihren Laptops hocken". Kurz zusammengefasst könne man sagen: "Die Projekte, die den Besuchern das meiste bieten, bekommen am ehesten eine Zusage."

Der Linuxtag findet dieses Jahr zum zweiten Mal in Berlin statt. Dort wird er auch fürs Erste bleiben: Der Linuxtag e.V. hat mit der Messe Berlin GmbH eine langjährige Zusammenarbeit beschlossen. Jens Heithecker, Direktor der Messe Berlin GmbH, betonte auf der Pressekonferenz die zunehmende Bedeutung von Open-Source-Software im geschäftlichen Bereich. "Es gibt viele Anwendungen, die man gar nicht als Open Source begreift", meinte er. Es gäbe viele kleine Unternehmen, "die sich als professionelle Anbieter in der Community nicht outen", so Heithecker weiter. Es sei die gemeinsame Herausforderung von Linuxtag e.V. und Messe Berlin, den Business-Aspekt auf dem Linuxtag abzubilden. Auch Nils Magnus war der Meinung, dass "Community mehr ist als Projekte, sondern im weiteren Sinne auch die Open-Source-Unternehmen".

Im vergangenen Jahr waren 47 von 127 Ausstellern auf dem Linuxtag kommerzielle Projekte. Darunter sind Projekte zu verstehen, die eine eigene Vermarktung betreiben. Sie bezahlen für ihren Stand auf dem Linuxtag und unterliegen keiner Vorauswahl. Nach Angaben von Jens Heithecker waren im Jahr 2007 rund 9500 Besucher auf dem Linuxtag, wovon gute 80 Prozent Fachbesucher waren, also Besucher mit geschäftlichen Interessen.

(Anika Kehrer)
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