DRBD soll in den Kernel einziehen

Das Distributed Replicated Block Device (DRBD) soll nach Vorstellung des Entwicklers Lars Ellenberg in den aktuellen Kernel aufgenommen werden.

Lars Ellenberg hat auf der Kernel-Mailingliste vorgeschlagen, DRBD in den Mainline-Kernel einzupflegen. Er sieht das System als eine Art “Raid 1 over TCP”. Das Stacked-Block-Device wurde vorrangig von ihm und Philipp Reisner entwickelt, die beide beim österreichischen IT-Dienstleistungsunternehmen Linbit beschäftigt sind.

Das Distributed Replicated Block Device (DRBD)ermöglicht es, hochverfügbare Speicher-Cluster über ein Netzwerk aufzubauen und so die Kosten für eine teure Storage-Lösung zu sparen. Dabei sorgt DRBD für die Spiegelung über das Netzwerk. Als Kernelmodul ermöglicht es die Replikation von Platteninhalten in Echtzeit.

Noch sind nicht alle Diskussionsteilnehmer auf der Kernel-Liste mit dem vorgeschlagenen Code einverstanden. Jens Axboe, der die Blockgeräte-Schicht des Kernels betreut, sieht im derzeitigen DRBD-Code noch zahlreiche Mängel, die die Aufnahme in den Linux-Kernel verhindern. Kyle Moffett kritisiert, dass der Code sehr schlecht zu überprüfen sei. Besserung würde eine Aufspaltung in mehrere kleinere Teile bringen. Ellenberg gibt daraufhin zu, dass der Quelltext noch unübersichtlich sei und teilweise Bestandteile eines früheren Prototypen enthalte. Er verspricht, den Code zu säubern.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben