Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung der Kernel-Version 2.6.22 haben die Entwickler ein erstes Update nachgeschoben.
Grund für die aktualisierte Version ist ein übersehener Patch. Dieser war aus Versehen nicht in das stabile Release eingepflegt worden. Wie Greg Kroah-Hartman in einem Beitrag auf der Kernel-Mailingliste schreibt, hat der Entwickler Patrick McHardy auf den Fehler aufmerksam gemacht.
Der Patch schließt eine schon seit Ende Mai bekannte Sicherheitslücke im Stream Control Transmission Protocol (SCTP) und war bereits in den Zweig 2.6.21 eingeflossen. Der Fehler hätte sich für einen Denial-of-Service-Angriff nutzen lassen.
Als hätte er es geahnt, witzelte Linus Torvalds beim Release des Kernels 2.6.22, dass es nur fünf Minuten dauern würde, bis irgendjemand einen kritischen Fehler berichtet. So ist es nun gekommen, wenn auch nicht in Form eines befürchteten Root-Exploit.
Die aktualisierte Kernelversion steht als Patch sowie als komplettes Quelltext-Archiv zum Download bereit.



