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Linuxtag 2009: Tine 2.0 mit Mail und Kalender

Das Groupware-Projekt Tine 2.0 zeigt auf dem Linuxtag eine Beta-Version seiner kommenden Release 2009-06, Codename Leonie, die erstmals die Komponenten Mail und Kalender enthält.

Nach dem Linuxtag sollen die ersten Release-Kandidaten für Leonie folgen. Die fertiggestellte Release erwartet Projektmitglied Cornelius Weiß für Anfang Juli, ja nachdem, wie viele Bugs die Community in der Beta-Version findet.

Der Kalender bietet Drag and Drop sowie das Aufziehen von Terminen mit gedrückter Maustaste, also Funktionen, die bisher eher nativen Desktop-Anwendungen vorbehalten waren (siehe Galerie). "Unsere Testanwender vergessen immer mehr, dass das eine Webanwendung ist," berichtet Weiß. Statische Inhalte wie Bilder, Stylesheets und Javascript-Code kann Tine 2.0 mit Hilfe von Google Gears zwischenspeichern. Das verbessert die Performance, da Browser und Server dann nur noch die veränderlichen Anwendungsdaten austauschen müssen. Für diese ist ein Caching erst für die fernere Zukunft geplant, derzeit möchte sich das Projekt nicht weiter vom Google-Produkt abhängig machen.

Mit der Leonie-Release samt Mail und Kalender sind die Features von Tine 2.0 vorerst vollständig. Cornelius Weiß: "Damit haben wir eine Groupware geschaffen, die in dieser Form noch niemand anbietet, und das komplett als Open Source unter AGPLv3. Bei uns stehen im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern auch die Konnektoren für Mobilgeräte unter einer freien Lizenz." Die weitere Entwicklung soll sich um zusätzliche ERP- und CRM-Features kümmern.

Die Tine-2.0-Entwickler spalteten ihr Projekt Anfang 2008 von der Kollaborationssoftware Egroupware ab (wir berichteten). Die Entwicklung wird zum Großteil von der Metaways Infosystems GmbH aus Hamburg getragen.

Das Projekt Tine 2.0 ist auf dem Linuxtag in Halle 7.2a am Stand 102a anzutreffen.

(Mathias Huber)
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