Linuxtag 2009: Lisog-Projektgruppe stellt Desktop-Benchmark vor
26.06.2009
Eine Sammlung von Anwendungen soll auf üblichen Arbeitssystemen durch simulierte Benutzeraktivität die Leistung ermitteln.
Zur Simulation von Arbeitsabläufen wie E-Mail-, Dokumenten- oder Bildbearbeitung ruft ein Skript nacheinander Anwendungen wie Open Office, Fiorefox oder Thunderbird auf. anschließend ist die Tastatur gesperrt, und das Benchmark-Programm gibt zum Beispiel Text in ein Dokument ein, exportiert es als PDF oder sp4eichert und versendet E-Mail-Anhänge. Gemessen werden derweil die CPU-Belastung, die RAM- und I/O-Auslastung sowie die verstreichende Zeit auf Seiten von User und System.
Der Benchmark soll via Fedora-Installation auf das zu testende System gelangen. Im Anschluss an die Installation von CD sind zwei Benutzer voreingestellt Einer dient dazu, den Benchmark durchlaufen zu lassen. In der Hülle des zweiten betrachtet der Tester anschließend die Ergebnisse. Aus diesen generiert der Benchmark eine HTML-Datei, die auch Systeminformationen sammelt. Die einzelnen Tests sind als anklickbare Überschrift dargestellt, die je nach Leistungsniveau rot oder grün erscheint. Bei Klick listet die Software die einzelnen Messergebnisse.
Für die Einordnung der Ergebnisse dient ein von der Arbeitsgruppe relativ willkürlich gewähltes Referenzsystem: ein IBM Thinkcenter S50 mit Intel Pentium 4 z 2,8 GHz, 1024 RAM, 40-GByte-Festplatte und Ubuntu 8.10.
An der Entwicklung der Spezifikation und des Prototyps waren unter anderem das Schweizer Bundesgericht und die Städte Freiburg und München beteiligt. Die Arbeitsgruppe sucht jetzt Sponsoren für die Implementierung. Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite bei der Lisog.
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