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Der Neue: Conduit

Conduit ist noch ziemlich jung: Die aktuelle Version 0.3.6 ist als Development-Version gekennzeichnet. Aus zwei Gründen hat es aber gute Chancen auf eine spätere Positionierung als Power-Tool. Erstens können die Einstellungen für die Synchronisation per Drag & Drop erledigt werden. Und zweitens können auch Benutzer von Web-Anwendungen ihre Daten mit Conduit synchronisieren.


			Wie sein Vorgänger hat sich das Tool nach der Installation häuslich im Ausklappfenster des Gnome-Menüs ...

Wie sein Vorgänger hat sich das Tool nach der Installation häuslich im Ausklappfenster des Gnome-Menüs ...

Conduit ist in Python und PyGTK geschrieben und quelloffen. Den Quellcode und Installationsanweisungen stellt die Webseite bereit, allerdings nur auf Englisch. Für Paket-Fans gibt es auf der Get-Deb-Seite ein Debian-Paket, und bei Ubuntu Gutsy ist das Paket unter dem Namen „conduit“ sogar im Universe-Repository enthalten – die Installationsroutine holt sich dann alle abhängigen Pakete dazu und verläuft reibungslos.


			 ... und darüber hinaus in der Taskleiste eingenistet.

... und darüber hinaus in der Taskleiste eingenistet.

Kinderleicht

Die Hauptansicht von Conduit besteht aus einem zweigeteilten Fenster: Links stehen die verfügbaren Quell- und Zielorte. Die zieht der Anwender auf die freie rechte Fläche und eröffnet damit eine Gruppe für Synchronisationsobjekte. Schon jetzt hat Conduit eine ganze Reihe fertiger Dienste im Angebot, darunter Tomboy, Flickr und Gmail. So muss der Benutzer nicht bei jeder Anwendung, die für ihn wichtige Dateien enthält, den Speicherort im Dateisystem manuell lokalisieren.


			Im linken Fenster stehen die Quell- oder Zielorte, die per Drag-and-drop ...

Im linken Fenster stehen die Quell- oder Zielorte, die per Drag-and-drop ...

Angenommen, ein Anwender möchte seine Tomboy-Notizen mit einem Verzeichnis auf einem USB-Stick synchron halten. Dafür klickt er auf den Tomboy-Ordner in der Liste der Bezugsquellen und zieht sie mit der Maus auf die rechte freie Fläche. Um für die Quelle Tomboy einen Ordner als Ziel zu definieren, benutzt er den Eintrag „Files and Folders“. Per Drag-and-drop zieht er nun einen Folder auf die mit Tomboy eröffnete Gruppe im rechten Fenster. Damit wird zunächst allgemein ein Ordner als Zielort der Synchronisation definiert. Mit einem Rechtsklick auf das Ordner-Symbol öffnet sich ein Kontextmenü, in dem der Benutzer über die Option „Configure Item“ das konkrete Verzeichnis heraussucht.


			... im rechten Fenster zu Synchronisationsgruppen verbunden werden.

... im rechten Fenster zu Synchronisationsgruppen verbunden werden.

Der Verbindungspfeil zwischen den beiden Symbolen im Gruppenbereich zeigt die Richtung der Synchronisation an. Mit Rechtsklick irgendwo in die Fläche der Synchronisationsgruppe öffnet sich ein Kontextmenü, in dem der Anwender zwischen einseitiger und beidseitiger Synchronisation wählen kann (Häkchen setzen oder entfernen bei „Two-Way-Sync“). Um die Synchronisation auszuführen, wählt der Benutzer im Kontextmenü die Option „Synchronize Group“. Während der Synchronisation muss Tomboy allerdings in Betrieb sein, ansonsten zeigt das Symbol für die Tomboy-Notes einen Fehlerstatus. Die Symbole sind auch sonst sehr redselig: Wenn sich der Inhalt einer der Ordner geändert hat, gibt es unter dem Symbolbild die Text-Statusmeldung “New data to sync“.

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