Jedem XCU sein XCS
Doch wo wird die Konfiguration gespeichert und wie ist sie aufgebaut? Open Office stellt hierfür zwei Dateitypen bereit:
- Dateiendung XCU (so genanntes "Registry Update Format"): Hier wird die eigentliche Konfiguration vorgenommen, das heißt, die Einstellungen werden hier abgespeichert. Auch, wenn ein Benutzer eine Option per Programmoberfläche ändert, wird die Änderung fast immer in der entsprechenden (benutzerspezifischen) XCU-Datei vorgenommen. Lediglich für einige spezielle Einstellungen existieren noch andere Dateitypen.
- Dateiendung XCS (so genanntes "Registry Schema Format"): In den XCS-Dateien steht jeweils eine kurze Beschreibung der Konfigurationsoption und ihrer Syntax. Diese Definition erfolgt mittels XML Schema. Die eigentliche Konfiguration erfolgt hier jedoch nicht, daher braucht der Administrator diese Dateien nicht zu bearbeiten und konsultiert sie ausschließlich wegen der Beschreibungen.
Wo die Dateien zu finden sind verdeutlicht die Tabelle "Ort der Konfigurationsdateien", welche sich auf die deutschsprachige Version 2.3 von Open Office bezieht:
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Tabelle 1: Ort der Konfigurationsdateien
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systemweit (global)
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benutzerspezifisch
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Linux
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XCU: /opt/openoffice.org2.3/share/registry/ data/org/openoffice/
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XCU: ~/.openoffice.org2/user/registry/ data/org/openoffice/
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XCS: /opt/openoffice.org2.3/share/registry/ schema/org/openoffice/
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Windows
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XCU: %PROGRAMFILES%\OpenOffice.org 2.3\share\registry\ data\org\openoffice\
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XCU: %APPDATA%\OpenOffice.org2\user\registry\ data\org\openoffice\
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XCS: %PROGRAMFILES%\OpenOffice.org 2.3\share\registry \schema\org\openoffice\
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Beachten Sie bitte, dass die Pfadnamen in Abhängigkeit von der verwendeten Linux-Distribution anders lauten können. Die oben genannten Pfade beziehen sich auf die von Open Office ausgelieferte Originalversion (oftmals als "Community-Version" oder "Vanilla" bezeichnet). Unter Ubuntu Linux lautet der systemweite XCU-Pfad beispielsweise "/usr/lib/openoffice/share/registry/data/org/openoffice".
Verarbeitung der Konfigurationsdateien
Nach folgenden Regeln wendet Open Office die Konfigurationsdateien an:
- Einstellungen, die global vorgenommen werden, gelten als Standardeinstellung für den Benutzer, solange dieser noch keine anderen Einstellung vorgenommen hat.
- Wird eine Einstellung in der globalen Konfiguration vorgenommen, nachdem der Benutzer für diese Option bereits etwas Anderslautendes konfiguriert hat, greift diese globale Einstellung für ihn nicht.
- Zudem besteht für Systemadministratoren die Möglichkeit, bestimmte Einstellungen zu sperren, sodass diese nicht von Benutzern verändert werden können. Mit dieser Methode können Einstellungen auch nachträglich überschrieben werden, denn gesperrte Einstellungen haben Vorrang vor benutzereigenen.
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