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Open-Office-Konfiguration mit XCU-Dateien

Positive Einstellung

von Florian Effenberger
 

Die freie Office-Suite Open Office zählt in den meisten Unternehmen zu den wichtigsten Anwendungen. Der Administrator sollte seinen Anwendern daher nicht nur die Software, sondern auch sinnvolle Konfigurationseinstellungen bieten. Wie das mit Hilfe der XCU-Dateien des Programms geht, zeigt dieser Artikel.

In vielen Netzwerken hat Open Office mittlerweile seinen angestammten Platz, denn nicht nur im Linux-Bereich migrieren immer mehr Firmen auf die freie Alternative. Unter Linux ist die zentrale Installation im Netzwerk dank des Paketmanagements der einzelnen Distributionen einfach zu bewerkstelligen, in der Regel wird Open Office hier sogar standardmäßig mitinstalliert. Auch in Windows-basierten Netzwerken kann Open Office zentral verteilt werden -- das deutschsprachige Projekt stellt hierzu eine eigene Anleitung im PDF-Format bereit.

Ist Open Office dann firmenweit installiert, drängt sich der Wunsch auf, das Programm auch zentral zu konfigurieren. Die Standardeinstellungen, mit denen das Programm ausgeliefert wird, sind für die meisten Privatanwender ideal, aber gerade im geschäftlichen Umfeld möchten Systemadministratoren gerne individuelle Vorgaben machen. Die Entwickler des Programms haben daran gedacht: Open Office verfügt über ein ausgeklügeltes System von Konfigurationsdateien.

Viele Wege führen zum Ziel

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, Profile zentral vorzugeben. Die "harte" Methode ist es, einfach jedem Benutzer skriptgesteuert beim Anlegen oder bei der erstmaligen Anmeldung ein Vorgabeprofil in sein persönliches Verzeichnis zu kopieren. Grundsätzlich funktioniert diese Technik, wenn man einige Fallstricke beachtet -- beispielsweise muss auf die Verwendung von absoluten Pfadnamen weitgehend verzichtet werden. Daneben muss sichergestellt sein, dass ein bestehendes Profil nicht überschrieben wird. Daher ist die Verwendung dieser Methode nur dann zu empfehlen, wenn sehr viele Einstellungen auf einmal vorgenommen werden. Sollen hingegen nur einige Optionen verändert werden, empfiehlt es sich vielmehr, auf die programmeigene Technik zurückzugreifen. Diese funktioniert plattformunabhängig und ohne, dass dafür extra Skripte geschrieben werden müssen. Gerade in heterogenen Netzwerken erleichtert dies dem Systemadministrator die Arbeit ungemein.

Systemweit oder benutzerspezifisch

Wie beinahe jedes aktuelle Programm, das (auch) in der Linux-Welt zuhause ist, arbeitet Open Office mit so genannten Profilen. Im Profil werden nahezu alle Einstellungen zu Open Office abgespeichert. Jede Option, die der Benutzer auswählt, jeden Pfad, den der Benutzer setzt, speichert Open Office im Profil.

Es gibt zwei Arten von Profilen: systemweite (globale) Profile und benutzerspezifische Profile. Das systemweite Profil ist quasi das "Standard-Profil". Dieses Profil enthält eine Reihe von Voreinstellungen für Open Office, die herangezogen werden, solange ein Benutzer noch keine anderweitige Konfiguration vorgenommen hat.

Bereits beim ersten Programmstart kommt ein Benutzer in Kontakt mit dem zweiten Typ von Profilen: dem benutzerspezifischen Profil. In der Regel fragt Open Office beim ersten Programmstart neben einer Reihe von weiteren Dingen den Benutzer nach seinem Vor- und Nachnamen, sowie nach seinen Initialen (Einige Distributionen, beispielsweise Ubuntu Linux, entfernen allerdings den Assistenten, der das erledigt). Diese Einstellungen werden, da sie für jeden Benutzer unterschiedlich sind, natürlich nicht systemweit gespeichert, sondern in das benutzerspezifische Profil übernommen.

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