Ein eigenes Debian-Derivat
Openinkpot, das mittlerweile vier Hauptentwickler und sechs weitere Mitwirkende zählt, entstand nicht nur organisatorisch auf einem Debian-Kanal. Die freie Linux-Distribution dient auch als technische Grundlage des E-Book-Linux. Openinkpot benutzt derzeit Slind, ein Debian-Derivat samt Toolchain für Embedded-Systeme, das in der St. Petersburger Niederlassung von Siemens entstand. Da Slind offenbar nicht weiterentwickelt wird, pflegen die Openinkpot-Entwickler ihre Linux-Basis nun selbst als Fork mit Namen IPLinux weiter.
Als GUI-Toolkit kommen die EFL-Bibliotheken des Desktop-Projekts Enlightenment zum Einsatz. So kam beispielsweise das Programm FBReader auf Openinkpot, weil es eine austauschbare GUI besitzt. Zum Portieren mussten Mikhail und Kollegen nur eine neue EFL-GUI schreiben.
Mikhail arbeitet neben Openinkpot für die Open-Source-Firma ALT Linux. Zudem hat er derzeit den Auftrag eines Reader-Herstellers, Openinkpot für dessen kommende Geräte weiter zu entwickeln. Beispielsweise soll es einen Musikplayer geben, vielleicht auf Basis von Mpd oder XMMS2. Näheres möchte der 25jährige Informatiker wegen eines NDA-Vertrags nicht preisgeben.
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