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  Home  »  Online Artikel  »  Openinkpot, eine freie Linux-Distribution für E-Book-Reader  

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Live-Betrieb

Zum Start des Live-Betriebs von SD-Karte nützt Openinkpot einen Trick: Der Bootloader tarnt sich als E-Book-Datei und lässt sich so von der GUI der Original-Firmware aus starten. Openinkpot gibt es derzeit als stabile Release 0.1 und als Entwickler-Version, aus der Ende Mai die Release 0.2 werden soll. Die interessanteren Features bietet die 0.2-pre, und bei den Tests für diesen Artikel funktionierte die Version "pre-0.2 20090222 snapshot" genauso stabil wie 0.1. Eine Anleitung für den Live-Modus gibt es im Wiki des Projekts.

Der Nachteil des Live-Betriebs: Das System läuft von der SD-Karte deutlich langsamer als aus dem internen Speicher. Zudem friert es gelegentlich ein. Das ist ärgerlich, weil dem Anwender dann nur der Neustart über das Reset-Löchlein auf der Rückseite des Geräts bleibt.


SSH auf das E-Book: Siehe da, ein echtes Linux-System.

Ein Buch mit Remote-Zugang

Was allerdings bereits im unverbindlichen Live-Modus funktioniert, ist der SSH-Zugang. Dabei zeigt sich, dass Openinkpot ein richtiges Linux ist: Der Linux-Freak freut sich über Shell-Zugang, wenn es auch nur eine abgespeckte Ash ist, vom Vielzweck-Binary Busybox zur Verfügung gestellt. Doch lassen sich so Prozesse betrachten, Hardware-Informationen auslesen - und per SCP Bücher und Fonts übertragen.

Damit das beim Anschluss an den Linux-PC per USB funktioniert, muss man USBNet aktivieren. Unter Ubuntu beispielsweise bedingt das folgende Einträge in der Datei "/etc/network/interfaces":

iface usb0 inet static
        address 192.168.111.2
        netmask 255.255.255.0

Nach dem Einstöpseln des USB-Steckers aktiviert das Kommando "ifconfig usb0 up"die USB-Netzschnittstelle. Nun kann sich der Benutzer per "ssh root@192.168.111.1" auf dem E-Book-Reader einloggen. Die IP-Adresse des Geräts ist fest eingestellt, und als Root muss der Zugriff erfolgen, weil Openinkpot im Single User Mode läuft. Eine Anleitung für verschiedene Linux-Varianten auf dem PC findet sich auf einer Wiki-Seite. In der derzeitigen Openinkpot-Entwicklerversion funktioniert der USBNet-Anschluss allerdings manchmal nicht.

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