Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Online Artikel  »  Mirrorbrain, der Redirector und Metalink-Generator des Opensuse-Projekts  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
(C) Kirsty Pargeter, Fotolia.com

(C) Kirsty Pargeter, Fotolia.com

Mirrorbrain, der Redirector und Metalink-Generator des Opensuse-Projekts

Optimale Lastverteilung

von Tim Schürmann
 

Beliebte Download-Angebote verursachen mächtig Last auf den anbietenden Servern. Das Opensuse-Projekt verwendet ausgeklügelte Open-Source-Software, um die Anfragen optimal über ein Netz von Mirror-Servern zu verteilen.

Jeden Tag prasseln auf die Downloadseiten des Opensuse-Projektes bis zu 40 Millionen Anfragen ein. Sie alle verlangen gleichzeitig nach den mehrere GByte großen Images der beliebten Distribution. Ein einzelner, kleiner Server wäre mit der Auslieferung dieser Datenmengen schon nach wenigen Millisekunden hoffnungslos überfordert. Dennoch flutschen die Bytes in der Praxis ohne lange Verzögerungen auf die Festplatten der Interessenten. Diese reibungslose Abwicklung klappt nur Dank der zahlreichen Spiegelserver im Hintergrund - und einer unscheinbaren Software namens Mirrorbrain (auch als Opensuse Download Redirector bekannt).

Dessen Arbeitsweise ist so einfach wie genial: Sobald ein Client um einen Download bittet, ermittelt Mirrorbrain anhand der IP-Adresse dessen geographischen Standpunkt und leitet ihn anschließend an einen Spiegelserver in der Nähe weiter. Sollten mehrere Server in etwa gleicher Entfernung zum Client stehen, wählt Mirrorbrain automatisch denjenigen mit der momentan geringsten Auslastung (Load Balancing).

Vor der Haustür

Da die Daten somit praktisch vor der Haustür des Abnehmers lagern und nicht erst langwierig durch das Überseekabel aus den vereinigten Staaten genuckelt werden müssen, flutscht nicht nur der Transport - die Übertragungswege des Internet bleiben auch für wichtigere Dinge frei. Den dabei entstehenden Rechnerverbund bezeichnet man allgemein als Content Delivery Network (auch Content Distribution Network, kurz CDN).

Intern besteht Mirrorbrain ausschließlich aus freien Software-Komponenten. Das eigentliche Gehirn des Mirrorbrain-Systems bildet dabei der Redirector "mod_zrkadlo", ein Modul für den Apache-Webserver ab Version 2.2. Sein etwas merkwürdig anmutender Name stammt aus dem Slowakischen und lässt sich mit "Spiegel" übersetzen. Das Modul ermittelt für jede eingehende Anfrage einen passenden Spiegelserver und leitet den Client an ihn weiter.

Die Geographie des Internet

Die eigentliche Auflösung der IP-Adresse übernimmt dabei die externe Bibliothek LibGeoIP der Firma Maxmind.


			Die Firma Maxmind zeigt die Leistung ihrer IP-Ortung auch in einer Online-Demo.

Die Firma Maxmind zeigt die Leistung ihrer IP-Ortung auch in einer Online-Demo.

Bei der Wahl des Mirrors berücksichtigt mod_zrkadlo nicht nur dessen geographischen Standort, sondern auch die jeweils aktuell auf den Servern liegenden Dateien. Letzteres ist notwendig, da zum einen nicht jeder Spiegelserver zwangsweise alle Pakete eines Projekts bereitstellen muss und zum anderen auf den Mirrors auch veraltete Dateiversionen liegen können. Letzteres passiert beispielsweise gerne nach einer Aktualisierung der Pakete auf dem Hauptserver: Bis die Mirrors davon Wind bekommen und ihre Dateien synchronisiert haben, können durchaus schon einmal mehrere Stunden vergehen. Der anfragende Client muss jedoch immer die aktuellste Version erhalten.

Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Recht EU-Gerichtshof entscheidet zum elektronischen Vertrieb
Whitepaper
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration

Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research

Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (1)
von
k0da,
27.10.2008 23:48
English version
can we ask for English version please.

Thanks.