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Maßgeschneiderte Linux-Images mit Suse Studio (Alpha)

Willkommen im Linux-Studio

von Mathias Huber
 

Mit Novells Online-Dienst Suse Studio sollen auch technisch weniger versierte Anwender in wenigen Schritten ein maßgeschneidertes Linux-Image zusammenstellen. Linux-Magazin Online hat sich das Projekt angesehen, das sich derzeit im Alpha-Stadium befindet.

Zu den schönsten Seiten von Linux und freier Software gehört es, dass man sich ein maßgeschneidertes System-Image zusammenstellen kann, das nur ein Basis-Betriebssystem und die erwünschten Softwarepakete enthält. Doch obwohl die einzelnen Distributionen nützliche Tools für den Zusammenbau anbietet bleibt das Linux nach Wunsch eher eine Angelegenheit für Experten, die zudem viel Zeit zum Testen mitbringen.

Die Idee: Per Klick zur eigenen Suse

Das soll sich nun ändern. Novells Technikstratege Nat Friedman: "Suse Studio ist im Grunde unsere bekanntes Tool Kiwi mit einer benutzerfreundlichen Weboberfläche, die nur wenig Vorkenntnisse erfordert. Man muss nicht einmal selbst Linux installiert haben, denn alles geschieht über den Webbrowser." Nach einigen Klicks und Formulareinträgen steht in dem Online-Dienst ein fertiges Image zum Download bereit, sei es als Installations- oder Live-CD/DVD oder oder als virtuelles Systemabbild für VMware.


Novells Technik-Stratege Nat Friedman wirbt für Suse Studio.

Derzeit befindet sich Suse Studio noch in Entwicklung im Alpha-Stadium. Benutzerkonten gibt es nur per Einladung, allerdings können sich Interessenten auf der Startseite mit ihrer E-Mail-Adresse für den nächsten Schwung Einladungen registrieren.

Im Folgenden bietet dieser Artikel einen Rundgang durch die Features von Suse Studio. Da sich der Dienst noch in der Entwicklung befindet, können sich bis zur Freigabe des fertiggestellten Dienstes noch Änderungen ergeben. Beim Test der Redaktion funktionierte an manchen Tagen das eine oder andere nicht, am folgenden Tag war das Problem wieder behoben. Für größere Arbeiten nahmen die Entwickler das System gelegentlich auch eine Stunde vom Netz.

Ab ins Studio!

Bei der Anmeldung nutzt das Studio externe Authentifizierungsdienste von Anbietern wie Google oder Yahoo, erfreulicherweise aber auch den offenen OpenID-Dienst. Nach dem Einloggen begrüßt den Anwender eine aufgeräumte Oberfläche, die ihn durch die wichtigsten Schritte zum eigenen Suse-Image führt.


Enterprise 2.0: Beim Einloggen arbeitet die Novell-Webanwendung mit mehreren Diensten zusammen, beispielsweise mit OpenID

Das System baut auf einer Template-Datei auf: Im ersten Schritt wählt der Benutzerals Basis für sein System ein Abbild des Typs Just-enough-Operating-System (JeOS), das heißt ein abgespecktes System-Image. Zur Verfügung steht derzeit Opensuse 11.1 in mehreren Varianten: textbasiert, mit X-Server, mit KDE 3, KDE 4 oder Gnome. Sobald Suse Linux Enterprise 11 auf dem Markt ist, soll es laut Nat Friedman auch im Studio angeboten werden. Novell möchte auf diese Weise Softwarehersteller dafür gewinnen, Evaluations- und Installationsimages auf SLES-/SLED-Basis zu bauen. Für Evaluationszwecke soll sogar die Enterprise-Lizenz dann kostenlos sein.


Der Bau eines maßgescheiderten Linux beginnt mit der Auswahl eines Basis-Templates.

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