Open Source im professionellen Einsatz

Unter der Haube

Die semantische Suchmaschine Nepomuk ist nun fester Bestandteil von KDE 4.2, so dass zum Beispiel in Dolphin vorgenommene Bewertungen und Kommentare zu Bildern auch im Bildbetrachter Gwenview korrekt erscheinen. Der Umgekehrte Weg hat in den Tests allerdings nicht funktioniert, auch fehlt nach wie vor eine Suchfunktion für die Bewertungen.

KDE 4.2 bringt beim Kalender und den Kontakten erstmals erweiterten Support für das PIM-Storage-Framework Akonadi mit. Hier gibt es Standardeinträge in den KDE-Systemressourcen für die Kalenderdateien und Kontakte, was zu Problemen führen kann. Es ist aber weiterhin möglich auch einen klassischen Ical-Kalender oder eine Vcard-Datei für die Kontakte zu benutzen.

Das Akonadi-Setup erfordert noch etwas Handarbeit.

Das Akonadi-Setup erfordert noch etwas Handarbeit.

Da der Akonadi-Server die Daten in einer eingebetteten MySQL-Datenbank speichert, zieht der Start von KDE 4.2 auch eine MySQL-Server-Instanz mit sich. Für den Benutzer laufen diese Vorgänge allerdings komplett im Hintergrund ab. KMail legt seine Daten weiterhin in klassischen Dateien ab.

Plasma-Widgets lassen sich nun in den Sprachen C++, JavaScript, Python und Ruby programmieren. Entsprechende Tutorials gibt es auf techbase.kde.org, einen Workshop zu Plasma im LinuxUser.

Neben der Linux-Version haben die KDE-Entwickler auch an KDE 4.2 für Windows und Mac OS X gearbeitet. Die Qualität der einzelnen Programme unterscheidet sich hier allerdings stark. Einige arbeiten bereits sehr zuverlässig, andere befinden sich noch in einem frühen Beta-Stadium. In Kürze soll es auch eine Version für OpenSolaris geben.

Download

KDE 4.2 gibt es für zahlreiche Distributionen bereits als Binärpaket. Open-Suse-Nutzer finden die entsprechenden Repositories unter KDE:KDE4:Factory. Nutzer von Fedora 9 und 10 erhalten das Update auf KDE 4.2 automatisch über den Update-Mechanismus, sobald entsprechende Pakete bereitstehen. Auch Kubuntu-Pakete gibt es in Kürze im PPA-Repository kubuntu-experimental. Hier geht´s zum kompletten Announcement. Hier gibt es einen Überblick über die einzelnen Änderungen.

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