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Frei für alle Nutzer: KDE 4.2 ist da

Die richtige Antwort

von Marcel Hilzinger
 

Seit das KDE-Projekt vor einem Jahr KDE 4 veröffentlichte, wurde es von vielen Seiten für die frühe 4.0-Version kritisiert. Mit KDE 4.2 wird nun alles gut.

KDE 4.2 hat den Codenamen "The Answer" und eignet sich laut Pressemeldung jetzt offiziell auch für Endanwender (die Version 4.0 war für Entwickler gedacht, 4.1 für versierte Nutzer). Das "Antwort"-Release bringt gegenüber Version 4.0 nicht nur zahlreiche Fehlerkorrekturen mit, sondern verfügt auch über etliche neue Features. Zum Launch von KDE 4.2 hat das Projekt auch die Newsseite dot.kde.org komplett überarbeitet.

Sichtbar besser

An vielen Stellen haben die KDE-Entwickler die Kritikpunkte der Version 4.0 und 4.1 aufgenommen und Verbesserungen eingebaut. So zeigt der der neue Plasma-Desktop auf Wunsch die traditionelle Symbolansicht mit den Dateien des Verzeichnisses Desktop an. Über ein separates Applet lässt sich aber auch eine Ordneransicht für ein beliebiges Verzeichnis festlegen. Plasma enthält zudem neben den bekannten Applets wie Uhr, Taschenrechner und Notizzettel jetzt auch ein Wetter-Applet und die Widgets lassen sich über den Bildschirmschoner legen, zum Beispiel um jemandem einen Notiz zu hinterlassen.


Neue Applets und einheitliche Systemmeldungen verzieren den KDE-4.2-Desktop

Auch die Kontrollleiste hat zahlreiche Verbesserungen erfahren: So gruppiert die Fensterleiste jetzt zum gleichen Programm gehörende Fenster und der Systemabschnitt und der Desktop-Umschalter zeigen auf Wunsch zwei Reihen untereinander an. System- und Anwendungsmeldungen erscheinen unter KDE 4.2 in einem einheitlichen Design oberhalb des Systemabschnitts. Hier greift KDE 4 einem Feature vor, welches Mark Shuttleworth auch gerne im nächsten Ubuntu hätte.

KDE 4 bringt schon seit Version 4.1 eigenen Desktop-Effekte mit. Auch hier haben die Entwickler für Version 4.2 nochmals am Code gefeilt und zum Beispiel den Desktop-Cube deutlich eleganter gestaltet. Bei entsprechender Hardware und passendem X-Server-Setup aktiviert KDE 4.2 die Desktop-Effekte automatisch.


Die Vorschaubilder in Dolphin lassen sich quasi beliebig skalieren.

Der Dateimanager Dolphin hat gleich mehrere Neuerungen erfahren. Bei externen Speichermedien zeigt er die Ausnutzung des Mediums an, wenn man den Mauszeiger über das Icon hält. Die Größe der Vorschaubilder lässt sich nun über einen Regler rechts unten stufenlos einstellen. Zudem zeigt Dolphin auf Wunsch zu jedem Dateityp als Tooltipp eine Vorschau und detaillierte Informationen an. Dieses Feature muss man allerdings zunächst über die Option Ansichten | Kurzinfos anzeigen im Einstellungsdialog von Dolphin aktivieren.

KMail & Konqueror

Für Version 4.2 haben die KDE-Entwickler auch die PIM-Suite stark überarbeitet. In KMail gibt es neu verschiedene Ansichtsmodi für die Mail-Übersicht und einen neuen Threading-Mechanismus. Neben den zahlreichen Änderungen an der grafischen Oberfläche fällt auch auf, dass das Mail-Programm deutlich schneller arbeitet. Kontact zeigt eine neue Übersicht an und die Entwickler haben den Drag-&-Drop-Support verbessert.

Konqueror hat zahlreiche Verbesserungen durch eine neue WebKit-Version erfahren. Der Such-Dialog erscheint zudem nicht mehr als Dialog über dem Browserfenster, sondern wie bei Firefox oder Safari üblich am unteren Fensterrand.


KMail unterstützt nun Tabs und kann Mails zum Beispiel nach Anhang filtern.

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