Grüße aus den Neunzigern
Wer den (auf dem Testgerät nicht erfolgreich konfigurierbaren) Funambol-Client für Syncml ausprobieren möchte, braucht wie bei allen Anwendungen natürlich vorher auch einen Account bei Google. Der ist notwendig, um Programme aus dem Software-Angebot "Android Market" zu installieren, der einzigen eingebauten Quelle für neue Anwendungen.
Dem datenschutzbewussten Linuxler bleibt nur die 90er-Jahre-Methode, um sein Telefonbuch aufs G2 zu bringen: Der mühselige, verlustbehaftete Import über die SIM-Karte. Klar, Programmierer können sich auch dafür eigene Software für Android programmieren, normale Benutzer bleiben aber ausgesperrt. Da unterscheidet sich dann Android aber nicht von Symbian, Maemo oder anderen OSS-Plattformen, die dafür aber offene Standards bereits mitbringen. Detail am Rande: Googles Dienste beherrschen Caldav, denn das verwenden auch Mac-Rechner, um über Apples Ical-Anwendung Kalender-Daten mit dem Server auszutauschen. Die Vermutung liegt nahe, dass unter der Haube des Google Adressbuches auf dem G2 auch Caldav läuft, nur halt nicht für jeden.
I-Phone für Linux
Benutzer, die sich mit dem Touchscreen und der teilweise gewöhnungsbedürftigen Bedienung arrangieren können, werden am Gerät selbst dennoch ihre Freude haben. Das Display ist scharf und brillant, die Hardware vergleichsweise flott. Multitouch-Gesten funktionieren wie beim Iphone, Hinein- und Heraus-Zoomen und Drehen ebenso, wenn die entsprechende Anwendung das unterstützt, der Browser zählt dazu. Leider machte der Trend zu spiegelnden Displays auch vor den Smartphones nicht halt. Von dem - durch eine spezielle Beschichtung - als Fingerabdruck-abweisend beschriebenen Display des G2 Touch ist wenig zu bemerken. HTC hat dem Hero einen kapazitiven Touchscreen spendiert. Mit subjektiv betrachtet normal großen Fingern ist die Eingabe schleppend und von zahlreichen Fehlern geprägt. Weil das Gerät nur über die Onscreen-Tastatur verfügt, gerät das Schreiben von SMS und Mail zur zeitraubenden Tätigkeit.

|
Telefonie mit dem Hero.
|
Erschwerend hinzu kommt, dass die Anwendungen die berührungssensitive Benutzung nicht einheitlich umsetzen. So stellt sich innerhalb kürzester Zeit bei fast jedem Programm Fragen wie "Wie komme ich jetzt weiter? Wie ins Menü? Wie wieder raus...?", egal ob es sich um vorinstallierte oder extra installierte Software wie den Browser Opera oder ein Spiel handelt.
Vor derartigen Problemen sind auch das Betriebssystem und seine GUI nicht gefeit. Beispiele gibt es allerorten: Ein Widget zu einem der virtuellen Desktops hinzufügen ist schnell geschehen, aber wie entfernt der Benutzer das Applet wieder? Antwort: Mit dem Finger darauf verweilen und dann einfach ins Menü zurück ziehen. Wer sich im Telefonbuch vertippt - was mit dem Fingerdruck erstaunlich häufig passiert- meldet sich unfreiwillige oft bei Freunden und Bekannten.
| Whitepaper |
|
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)
Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration
Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.
|
Heiko,
30.12.2009 03:36
-
Quantität ist nicht Qualität
Der Artikel ist sehr schlecht und ich, als Hero-Nutzer, fühle mich fast beleidigt. Keinen Blick in die Anleitung werfen aber meckern... klasse
meierzwo,
30.10.2009 17:18
meierzwo,
30.10.2009 16:41
Nochmal zum Laden über USB. Ein USB-Port eines Rechner liefert nur einen begrenzten Strom. Daher dauert das Laden jedes Gerätes, angeschlossen an einen USB-Port eines Rechners länger als über das Originalnetzteil. Das Original Netzteil des HTC liefert einen deutlich höheren Ladestrom. Am Rechner angeschlossen dauert das Laden, USB-Prinzipbedingt, lange. Wobei ich vermute, das HTC den USB-Rechnerport hier nicht maximal belastet sondern drosselt. Am Netzteil wird voller Ladestrom geliefert, hier dauert der Ladevorgang 2 bis 3 Stunden. Aber wie schon gesagt, Akku-schonend langsam geladen ist mir lieber wie gegrillter LiPo.
meierzwo,
30.10.2009 15:59
Zu den Kollegen mit Handyerfahrung. Das HTC ist zwar in einigen Dingen inkonsequent aber damit nicht zurechtkommen? Haben die auch Probleme mit dem iPhone? Das Hero ist mein erstes Smartphone und ich bin damit auf Anhieb zurechtgekommen. Die Bedienungsanleitung habe ich bislang nicht benötigt und ich gehöre nicht zur jungen Generation. Man muss sich allerdings auch drauf einlassen (wollen).
Zum Tippen: Mit der verbesserten QWERTZ-Tastatur des aktuellen ROM, der T9 Textkorrektur und dem Thesaurus geht das Tippen erstaunlich schnell und man hängt wirklich kaum daneben. Das Schreiben von SMS oder Mail geht damit erheblich besser als alles andere, was ich bisher so an Handytastatur und Eingabehilfen unter den Fingern hatte. Alternative Tastaturen gibt es ebenfalls.
Einen Tipp für Funambol gibt es hier:
http://superwallah.twoday.net/stories/5692966/
Auch wo man den Sync-Client ohne Market herbekommt findet man dort. Das gilt zwar für das G1, sollte aber prinzipiell auch mit dem Hero funktionieren. Zugegeben, getestet habe ich das noch nicht.
Um Kontakte auf das Hero zu bekommen gibt es ebenfalls Hilfen. VCardIO kann VCF Dateien von der SmartCard lesen (und Backups erstellen). Wenn man will, findet man jede Menge Tipps und Tools im Netz. Für 3 Wochen Beschäftigung ist euer Kenntnisstand über das Hero mehr als Mager. Recht geben muss ich euch über die mangelnde Konnektivität von Android (und damit dem Hero) zu Linux. Da besteht dringender Nachbesserungsbedarf. Noch ein Wort zur Ladezeit: 3 Stunden halte ich im Vergleich zu anderen Handys für nicht sehr lange. Dabei bitte auch die Akkukapazität vergleichen. Und eine Akkuschonende Ladezeit ist mit persönlich lieber wie eine 1 Stunden Akkugrillladung von Mitbewerbern.
Markus Feilner,
30.10.2009 14:58
Vielen Dank für die Kommentare! Und Respekt, Holger, vor deiner Mutter, das kann ich so nicht nachvollziehen. Ich habe das Gerät drei Wochen lang getestet und bin sehr offen rangegangen, weil mir jedes Linux-Oss-System erst mal sympatisch ist.
Auch deshalb habe ich das Gerät mehreren Freunden gezeigt, die viel Handy-Erfahrung haben. Keiner kam ohne Anleitung und meine Tipps damit zurecht. Das finde ich ganz und gar nicht benutzerfreundlich.
Aber das kann (muss, wird) ja noch werden. Das Konzept passt und richtet sich halt (noch) an Leute, die bereit sind, sich einzuarbeiten. Schau mer mal, wie das in nem halben Jahr aussieht. Ja, mag sein, dass in der Testphase ein neueres ROM rauskam, aber so liefert die Telekom das Teil eben zur Zeit an die Kunden, und ich frage mich, wieviele davon jemals ein Firmware-Update auf dem Handy auch nur erwogen haben...
@meierzwo: Das mit dem Tippen kann ich nicht nachvollziehen, kein Tester hier konnte schnell und flüssig Text eingeben. Und
3 Stunden Ladezeit an USB finde ich absolut inakzeptabel. Das ist ja gut dreimal so lange, wie ein normales Netzteil (Steckdose oder Auto) braucht, oder?
Holger Bauer,
30.10.2009 08:43
uneinheitliche Menüführung, kompliziert.... absolut unwahr. Ich hab es meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt, weil sie gern viel spazieren geht und einen GPS Tracker gebraucht hat.
Innerhalb von ein paar Tagen wusste sie so ziemlich alles was sie zu dem Telefon wissen musste.
und @Autor: Wie man Widgets löscht steht in jeder Anleitung, ich packe auch keinen DVD Player aus, starre ihn an und beklage mich, dass ich nicht weiß wie er funktinioniert
oldmcdonald,
29.10.2009 23:54
Ich finde es gut, dass hier nicht wie in anderen Portalen kritiklos gehyped wird, sondern das Punkte herausgehoben werden, die dem traditionellen Linux-User eventuell nicht gefallen könnten. Mag sein, dass es ein veraltetes ROM installiert war - wenn man aber davon ausgeht, dass der Autor ein Hero zugeschickt bekam oder sich eines im Laden besorgt hat, dann kann man davon ausgehen, dass Geräte, wie sie der Autor beschreibt, noch im Umlauf sind - was für mich ein Grund wäre, erst einmal von einem Android-Handy Abstand zu nehmen.
Eine kritische Grundhaltung ist niemals falsch! Danke für den Bericht!
meierzwo,
29.10.2009 20:25
Man merkt sehr deutlich, das der Autor kein aktuelles Gerät verwendet hat, sich nur sehr wenig Zeit genommen und auch voreingenommen an das Gerät herangegangen ist. Dieser Bericht wird dem Gerät nicht gerecht. Allen Interessenten kann ich nur raten, sich mal ein wenig auf Androit Hilfe oder ähnlichen Foren umzusehen um einen wirklichen Eindruck über die Stärken und Schwächen des Gerätes zu erhalten.