HTC Hero: Android Handy mit Google-Connection.
Held am Gängelband
von Markus Feilner
29.10.2009
Linux-Magazin Online hat sich mit dem HTC Hero ein neues Android-Telefon mit den Augen eines Open-Sourclers angeschaut. T-Mobile verkauft den Hero unter dem Label G2 Touch.
Unter der schicken Oberfläche des HTC G2 Touch läuft das Linux-basierte-Betriebssystem Android der Open Handset Alliance, das derzeit wohl die fortschrittlichste, vielleicht auch die sicherste Basis für Mobiltelefone sein dürfte. Was den Datenschutz betrifft, erwartet den Benutzer dank Google-Anbindung des G2 Touch aber Fragwürdiges.

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HTC Hero, bei T-Mobile als G2 Touch gebrandet.
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Import der Kontaktdaten?
Zu den ersten Benutzeraktionen mit einem neuen Handy zählt die Übernahme von Telefonbuch und Adressen vom alten Gerät. Der Android-Benutzer (Version 1.5) erlebt schon da eine böse Überraschung: Ohne Google geht nichts. Wer seine Daten nicht online beim Suchmaschinenriesen speichern will, der hat bei Android nichts verloren. Sicherheitsbewusste Anwender zögern zu recht, finden sich doch in den AGBs Paragraphen, in denen sich Google "Sicherungskopien", den "Zugriff der Regierung auf Konteninformationen" oder "zielgerichtete Werbung" vorbehält. Damit nicht genug, in Punkt 4 der Nutzungsbedingungen behält sich der Provider das Recht vor, die Dienste jederzeit zu sperren oder die Daten zu löschen. Dann ist das Adressbuch, der Mailstore und der Kalender futsch. Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass Google sich gegen Missbrauch seiner kostenlosen Dienste schützt und die Kundendaten für Werbung verwendet, ist das Geschäftsmodell für den professionellen Einsatz eher ungeeignet. Wer damit kein Problem hat, ist richtig aufgehoben und muss, wie Google das empfiehlt, selbst für Sicherungskopien sorgen. Die im Hero arbeitende Android-Version 1.5 ist aber immerhin schon fortschrittlicher als die 1.0. Mit der konnte der Benutzer ohne Google-Account sein Android-Handy gar nicht in Betrieb nehmen.
Trotz Linux: Offene Standards Fehlanzeige
Beim Import seiner Telefonnummern und Adressdaten stellt das Googlephone dem User letztlich drei Möglichkeiten zur Seite, von denen aber jede einen faden Beigeschmack hat: Der Benutzer kann Googles Adressbook verwenden, dafür braucht er aber einen Google-Account. Oder er verwendet Active Sync, um mit MS Exchange oder Windows die Daten auszutauschen. Unter Linux ist das noch die Ausnahme, neben Zarafa und Openmapi beherrschen nur wenige Groupware-Server Microsofts Technologie. Komplette Fehlanzeige herrscht dagegen bei den offenen Standards Syncml, Caldav und seltsamerweise auch beim Empfang von Visitenkarten über Bluetooth. Das überrascht, vor allem angesichts der Tatsache, dass alle gängigen Geräte der Konkurrenz aus den letzten zehn Jahren das beherrschen.
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Heiko,
30.12.2009 03:36
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Quantität ist nicht Qualität
Der Artikel ist sehr schlecht und ich, als Hero-Nutzer, fühle mich fast beleidigt. Keinen Blick in die Anleitung werfen aber meckern... klasse
meierzwo,
30.10.2009 17:18
meierzwo,
30.10.2009 16:41
Nochmal zum Laden über USB. Ein USB-Port eines Rechner liefert nur einen begrenzten Strom. Daher dauert das Laden jedes Gerätes, angeschlossen an einen USB-Port eines Rechners länger als über das Originalnetzteil. Das Original Netzteil des HTC liefert einen deutlich höheren Ladestrom. Am Rechner angeschlossen dauert das Laden, USB-Prinzipbedingt, lange. Wobei ich vermute, das HTC den USB-Rechnerport hier nicht maximal belastet sondern drosselt. Am Netzteil wird voller Ladestrom geliefert, hier dauert der Ladevorgang 2 bis 3 Stunden. Aber wie schon gesagt, Akku-schonend langsam geladen ist mir lieber wie gegrillter LiPo.
meierzwo,
30.10.2009 15:59
Zu den Kollegen mit Handyerfahrung. Das HTC ist zwar in einigen Dingen inkonsequent aber damit nicht zurechtkommen? Haben die auch Probleme mit dem iPhone? Das Hero ist mein erstes Smartphone und ich bin damit auf Anhieb zurechtgekommen. Die Bedienungsanleitung habe ich bislang nicht benötigt und ich gehöre nicht zur jungen Generation. Man muss sich allerdings auch drauf einlassen (wollen).
Zum Tippen: Mit der verbesserten QWERTZ-Tastatur des aktuellen ROM, der T9 Textkorrektur und dem Thesaurus geht das Tippen erstaunlich schnell und man hängt wirklich kaum daneben. Das Schreiben von SMS oder Mail geht damit erheblich besser als alles andere, was ich bisher so an Handytastatur und Eingabehilfen unter den Fingern hatte. Alternative Tastaturen gibt es ebenfalls.
Einen Tipp für Funambol gibt es hier:
http://superwallah.twoday.net/stories/5692966/
Auch wo man den Sync-Client ohne Market herbekommt findet man dort. Das gilt zwar für das G1, sollte aber prinzipiell auch mit dem Hero funktionieren. Zugegeben, getestet habe ich das noch nicht.
Um Kontakte auf das Hero zu bekommen gibt es ebenfalls Hilfen. VCardIO kann VCF Dateien von der SmartCard lesen (und Backups erstellen). Wenn man will, findet man jede Menge Tipps und Tools im Netz. Für 3 Wochen Beschäftigung ist euer Kenntnisstand über das Hero mehr als Mager. Recht geben muss ich euch über die mangelnde Konnektivität von Android (und damit dem Hero) zu Linux. Da besteht dringender Nachbesserungsbedarf. Noch ein Wort zur Ladezeit: 3 Stunden halte ich im Vergleich zu anderen Handys für nicht sehr lange. Dabei bitte auch die Akkukapazität vergleichen. Und eine Akkuschonende Ladezeit ist mit persönlich lieber wie eine 1 Stunden Akkugrillladung von Mitbewerbern.
Markus Feilner,
30.10.2009 14:58
Vielen Dank für die Kommentare! Und Respekt, Holger, vor deiner Mutter, das kann ich so nicht nachvollziehen. Ich habe das Gerät drei Wochen lang getestet und bin sehr offen rangegangen, weil mir jedes Linux-Oss-System erst mal sympatisch ist.
Auch deshalb habe ich das Gerät mehreren Freunden gezeigt, die viel Handy-Erfahrung haben. Keiner kam ohne Anleitung und meine Tipps damit zurecht. Das finde ich ganz und gar nicht benutzerfreundlich.
Aber das kann (muss, wird) ja noch werden. Das Konzept passt und richtet sich halt (noch) an Leute, die bereit sind, sich einzuarbeiten. Schau mer mal, wie das in nem halben Jahr aussieht. Ja, mag sein, dass in der Testphase ein neueres ROM rauskam, aber so liefert die Telekom das Teil eben zur Zeit an die Kunden, und ich frage mich, wieviele davon jemals ein Firmware-Update auf dem Handy auch nur erwogen haben...
@meierzwo: Das mit dem Tippen kann ich nicht nachvollziehen, kein Tester hier konnte schnell und flüssig Text eingeben. Und
3 Stunden Ladezeit an USB finde ich absolut inakzeptabel. Das ist ja gut dreimal so lange, wie ein normales Netzteil (Steckdose oder Auto) braucht, oder?
Holger Bauer,
30.10.2009 08:43
uneinheitliche Menüführung, kompliziert.... absolut unwahr. Ich hab es meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt, weil sie gern viel spazieren geht und einen GPS Tracker gebraucht hat.
Innerhalb von ein paar Tagen wusste sie so ziemlich alles was sie zu dem Telefon wissen musste.
und @Autor: Wie man Widgets löscht steht in jeder Anleitung, ich packe auch keinen DVD Player aus, starre ihn an und beklage mich, dass ich nicht weiß wie er funktinioniert
oldmcdonald,
29.10.2009 23:54
Ich finde es gut, dass hier nicht wie in anderen Portalen kritiklos gehyped wird, sondern das Punkte herausgehoben werden, die dem traditionellen Linux-User eventuell nicht gefallen könnten. Mag sein, dass es ein veraltetes ROM installiert war - wenn man aber davon ausgeht, dass der Autor ein Hero zugeschickt bekam oder sich eines im Laden besorgt hat, dann kann man davon ausgehen, dass Geräte, wie sie der Autor beschreibt, noch im Umlauf sind - was für mich ein Grund wäre, erst einmal von einem Android-Handy Abstand zu nehmen.
Eine kritische Grundhaltung ist niemals falsch! Danke für den Bericht!
meierzwo,
29.10.2009 20:25
Man merkt sehr deutlich, das der Autor kein aktuelles Gerät verwendet hat, sich nur sehr wenig Zeit genommen und auch voreingenommen an das Gerät herangegangen ist. Dieser Bericht wird dem Gerät nicht gerecht. Allen Interessenten kann ich nur raten, sich mal ein wenig auf Androit Hilfe oder ähnlichen Foren umzusehen um einen wirklichen Eindruck über die Stärken und Schwächen des Gerätes zu erhalten.