Wie funktioniert FAI?
Die Installation beginnt auf allen Systemen grundsätzlich mit dem Booten über das Netzwerk per PXE-Boot. Dabei lädt sich der zu startende Rechner - der Client - sein System von einem entfernten Server (Abbildung 2) herunter. Dann wird auf dem Rechner ein Diskless-Linux gestartet. Die lokale Festplatte bleibt noch unangetastet. So kann FAI die Platte während des Installationsvorgangs frei partitionieren - sogar RAID und LVM lassen sich einrichten.

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Beim Start der automatischen Installationshilfe kann der Administrator bereits eine erste Auswahl für das zu installierende System treffen.
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Im Anschluss erfolgt die Installation der Software. FAI versteht sich von Hause aus mit den gebräuchlichsten Paketformaten wie Dpkg und RPM. Die Paketquellen muss der Anwender noch seinen Wünschen anpassen, auch die Wahl der gewünschten Pakete erfordert ein wenig Handarbeit. Es müssen die Paketnamen spezifiziert werden. Als Beispiel nennt Thomas Lange Apache. Der heiße in einigen Distributionen einfach nur "Apache", in anderen jedoch "Apache 2" oder auch "Apache Commune". Zum Ende des Installationsvorgangs gibt es in FAI einen Punkt, an dem das Werkzeug beliebige Skripte aufrufen kann. Diese eignen sich für lokale Anpassungen.
Abwechslung beim Installieren
FAI arbeitet klassenbasiert. Das heißt: Im Tool ist ein einfaches Klassensystem integriert, das anpassbar ist. Damit können Administratoren ein einmal angepasstes FAI auch in heterogenen Umgebungen einsetzen. Das Werkzeug erkennt dann automatisch, welchen Typ Rechner es vor sich hat, ob beispielsweise einen 32-Bit-x86-Rechner oder seinen 64-bittigen Verwandten. Von welchen Faktoren die Auswahl abhängt, entscheidet der Administrator. Dank des Klassensystems lassen sich Templates für verschiedene Festplattenpartitionierungen ablegen. Der entscheidende Faktor ist die Festplattengröße: Platten kleiner 40 GByte werden nach Schema A aufgeteilt, größere Platten nach Schema B. Für die Partionierung sucht sich FAI anschließend das passende Skript aus. Ähnlich funktioniert die Software-Auswahl: Hier ist eine Klassifizierung anhand des Einsatzzwecks denkbar. Dabei arbeitet FAI dann die jeweiligen Klassen ab, in die der zu bearbeitende Rechner fällt (Abbildung 3). Praktisch: Die Unterstützung weiterer Konfigurationswerkzeuge wie Cfengine, dem automatisierten Konfigurations- und Maintenance-Tool.
Thomas Lange beschreibt FAI als Baukastensystem: "Beim Partionieren nehmen wir einfach nur eine Datei. Aber bei den Softwarepaketen haben wir dann eine Klasse "Base" - also Software die überall sein muss. Dann gibt es vielleicht eine Klasse "LAMP"-Server - da ist dann MySQL, PHP, Perl und so weiter drin. Und eventuell sind die Klassen "Desktop Entwicklungsabteilung", "Desktop Sekretariat", "Webserver" und "Fileserver" gewünscht. Man kann natürlich auch sagen, Rechner, du bist Web- und Fileserver. Dann würde FAI Pakete aus beiden Klassen nehmen." Kurz gesagt: FAI wählt seine Klassen anhand der äußeren Bedingungen aus: Wo steht der Rechner, welche Hardware ist in ihm verbaut und was soll mit diesem Rechner gemacht werden?

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Die Installation durch FAI startet. Gut zu erkennen sind die ausgewählten Klassen.
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Bei der Installation zeigt sich ein weiterer Vorzug: Um den Installationsprozess nicht vor Ort am Rechner verfolgen zu müssen, ermöglicht FAI das SSH-Login. So kann der Admin das Geschehen von zentraler Stelle aus im Auge behalten und überwachen.
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Thomas Lange,
02.10.2010 23:08
http://fai-project.org
fastfinger,
18.11.2008 16:35
Vielleicht gibt es ja ein howto. Ich habe es bisher leider nicht gefunden und das ws ich über SLES10 gefunden habe klang ja nicht so erflogreich.
Bin aber guter Hoffnung das jemand das Problem gelöst hat.
ioe,
30.10.2008 23:37
für diese Datenmengen viel geeigneter. Ich habe z.B. damals dank FTP Faktor 5 aus einem Installer
rausgeholt! Vielleicht liest ja ein Entwickler mit
jan,
30.10.2008 09:36
beziehen Sie sich auf die Möglichkeit, das System via FAI auf dem
Laufenden zu halten? Wenn ja: Ich habe diesen Aspekt auf Anregung des
FAI-Autors wieder aus dem Artikel genommen. Er sagte, für diese Aufgabe
sei das distributionseigene Werkzeug Apt deutlich besser geeignet und
einfacher zu bedienen."
Dank und Gruß
der Jan
FAI Benutzer,
29.10.2008 13:42