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FAI - Fully Automatic Installation

Vollautomat: Linux automatisch installieren

von Jan Rähm
 

Superrechner, Hochleistungscluster, Rechnerfarmen haben eines gemeinsam, sie wollen vor Inbetriebnahme aufgesetzt sein. Bei fünfhundert Einzelrechnern steht der Admininstrator ohne Hilfsmittel beinahe vor einem Lebenswerk. Ein kleines Werkzeug namens "Fully Automatic Installation", kurz FAI, steht im bei.

Mittels FAI lassen sich Rechnerfarmen und Cluster jeglicher Größe schnell und effizient aufsetzen. Das Werkzeug arbeitet zentralisiert und ist skalierbar. Mit vergleichsweise geringem Aufwand eingerichtet, installiert FAI Linux-Systeme verschiedenster Art auf einer nahezu beliebigen Anzahl von Rechnern. Dabei unterscheidet das Tool automatisch nach Art des Systems und dessen Einsatzzweck.

Für den "faulen" Admin

Dass Admins so effektiv arbeiten wollen wie möglich, hat beim Autor der FAI den Ausschlag gegeben. Ende 1999 bekam die Uni Köln einen neuen 16-Knoten-Custer - ausgestattet mit P3-Prozessoren mit rund 400 MHz. Die Installation und Konfiguration war Aufgabe von Thomas Lange. Der Systemadministrator am Institut für Informatik der Universität zu Köln sagt heute: "Ich war verantwortlich für die Installation und ja: Ich bin faul."

Dem Informatiker war sofort klar: Eine Lösung musste her, die diese Aufgabe unter Debian - auf dieses System war mittlerweile die Wahl gefallen - vernünftig übernehmen konnte. Dass er jahrelang mit Solaris gearbeitet und dort das Werkzeug Jumpstart kennengelernt hatte, kam Lange zugute. Jumpstart hatte er schon selbst für seine Zwecke erweitert. "Weil ich das gut kannte, habe ich gesagt: So etwas in der Art, das bauen wir jetzt für Debian", erzählt er heute. Gesagt, getan: Thomas und ein paar Mitstreiter machten sich an die Arbeit. Schon wenige Monate später konnten sie eine erste FAI-Variante in einem Workshop auf dem Linux-Kongress 1999 vorstellen. Das Tool stieß auf großes Interesse und so entwickelte es sich unter Langes Führung und der Mitarbeit der Community immer weiter. Irgendwann baute er ein Debian-Paket. Mittlerweile gehört der Informatiker fest zum Debian-Entwickler-Team.

Nicht nur Debian

FAI ist nicht auf Debian beschränkt. Das praktische Werkzeug kann auch unter anderen Distributionen installiert werden. Thomas Lange sagt: "Ubuntu ist derzeit ein heißes Thema." Aber auch Slackware, SLES und CentOS sowie die meisten professionellen Distributionen könnten mit FAI automatisiert auf die Rechner gebracht werden. Allerdings sei ein wenig mehr Handarbeit bei der Vorbereitung zum Ausrollen der Systeme nötig.

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Kommentare (4)
von
fastfinger,
18.11.2008 16:35
Sles10
wie sieht es denn mit SLES10 aus tue mich da im Augenblick etwas schwer.

Vielleicht gibt es ja ein howto. Ich habe es bisher leider nicht gefunden und das ws ich über SLES10 gefunden habe klang ja nicht so erflogreich.

Bin aber guter Hoffnung das jemand das Problem gelöst hat.
von
ioe,
30.10.2008 23:37
FTP + RSYNC statt NFS?
Danke! Das ist genau, was ich brauche. Schade nur, dass es NFS braucht. Über FTP bzw. rsync fände ich das viel genialer. Die sind
für diese Datenmengen viel geeigneter. Ich habe z.B. damals dank FTP Faktor 5 aus einem Installer
rausgeholt! Vielleicht liest ja ein Entwickler mit
von
jan,
30.10.2008 09:36
Re: softupdate
Hallo,
beziehen Sie sich auf die Möglichkeit, das System via FAI auf dem
Laufenden zu halten? Wenn ja: Ich habe diesen Aspekt auf Anregung des
FAI-Autors wieder aus dem Artikel genommen. Er sagte, für diese Aufgabe
sei das distributionseigene Werkzeug Apt deutlich besser geeignet und
einfacher zu bedienen."

Dank und Gruß
der Jan
von
FAI Benutzer,
29.10.2008 13:42
softupdate
Warum fehlt der Hinweis auf die softupdates? Damit läßt sich eine FAI Installation auch ohne Hilfe von z.B. cfengine auf den laufenden halten.
 

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