Trennung - Nein, danke?
Wie Layout- und Textverarbeitungsprogramme sollte Software zum Anzeigen elektronischer Bücher automatische Silbentrennung beherrschen. So entsteht ein hübscher Textfluss, der zudem ökonomisch mit den geringen Platz auf kleinen Displays umgeht. Bei der Reader-Software des Sony funktioniert das leider nicht - weder bei englischen, noch bei deutschen Texten.

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Hässlicher Flattersatz: Hier funktioniert offenbar die Silbentrennung nicht.
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Daneben ist man an die vom Hersteller vorinstallierten Schriftarten gebunden, auch die unterschiedlichen Schriftgrade sind eingeschränkt. Zudem unterstützt die Lese-Software nur die Dateitypen PDF, TXT, RTF, EPUB sowie Sonys eigene Formate LRF und LRX. Das ist beileibe nicht die gesamte Welt der E-Books. Word-Dokumente müssen vor dem Aufspielen nach RTF gewandelt werden, Sonys PC-Software unterstützt den Leser dabei - jedoch nur wenn er sowohl Windows als auch Microsoft Word installiert hat.
Schicke Hardware, lahme Software
Der Hersteller bietet den Quellcode seiner Anpassungen von Linux und weiterer Open-Source-Software auf seinen Webseiten an.
Eine Open-Source-Firmware für den Sony PRS-505 ist dennoch nicht in Sicht. Schade, denn so etwas wie Openinkpot könnte mit seinen zahlreichen Konfigurationsoptionen, vielen unterstützten Formaten und Schriftarten nach Wahl diese schöne Hardware softwareseitig bereichern. Die freie Distribution für den Hanlin-Reader hat sich schon an einer Portierung auf den PRS-505 versucht, derzeit ist das Unterprojekt jedoch verwaist.
Bleibt zu hoffen, dass sich doch bald ein engagierter Entwickler für die Umsetzung findet, möglicherweise im Rahmen eines Projekts für den Google Summer of Code. Sonys Reverse-Engineering-Verbot jedenfalls wirkt bestimmt nicht förderlich.
| Whitepaper |
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Heinz,
03.08.2011 11:36
Wenn es mehr könnte als nur ebooks zu präsentieren ...."
Definitiv, seh ich ganz genauso!
Das kann sich doch kein normaler Mensch leisten, wenn man das Kosten/Nutzen Verhältnis in Betracht zieht!
Heiner
http://www.starbike.com
Markus Feilner,
29.04.2009 20:34
Nein, das ist für mich kein Rätsel, sondern knallhartes Kalkül, vielleicht mangelnde Weitsicht. Auf jeden Fall weit vom Kunden und der Community entfernt.
foo,
21.04.2009 07:12
Torsten Schroeder,
20.04.2009 12:57
Markus Feilner,
18.04.2009 09:33
Meiner Meinung nach geht es den Herstellern hauptsächlich darum, DRM auch bei Büchern durchzusetzen. Wie in Jasper FFordes (kein Typo, der ist Waliser) "Thursday Next"-Reihe gibt es dann Bücher, die wir nur dreimal lesen dürfen, und Freunde sollen irgendwann dafür zahlen, mein Lieblingsbuch auch mal zu lesen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder seine Bücher hergeben darf?
Dagegen wird wohl nur die Open-Source- und die böse Raubkopiererszene vorgehen können.
Mathias Huber,
17.04.2009 13:23
Das liegt an den Eigenheiten des E-Ink-Displays: Es muss ganz gelöscht und dann wieder komplett geschrieben werden. Damit eignet es sich nicht dazu, irgend etwas Bewegtes anzuzeigen, im Gegensatz zu anderen Display-Techniken.
Der Vorteil: Ist die Seite erst einmal aufgebaut, verbraucht es keinen Strom mehr - das ist einer der Gründe, warum die Dinger mit einer Akkuladung mehrere Wochen lang laufen.
Der Nachteil: Man kann nur seitenweise blättern.
Beste Grüße,
Mathias Huber
UWP,
17.04.2009 12:02
Das ging sogar schon auf dem Palm wunderbar und das ist Jahre her. Erst, wenn man keine Taste mehr drücken muß und man mit den Augen immer in der gleichen Zeile bleiben kann, dann ist das digitale Buch komplett. Also: kann das Ding Autoscroll oder nicht?
Vor allem:
Nur wenig Formate und dann eine superproprietäre Software beigelegt, die wieder nur unter Windows läuft. So kenne ich Sony: gut angedacht, mies umgesetzt (vor allem die Silbentrennung!). Ich weiß schon, warum ich seit Jahren Sony-Produkte meide: als Kunde ist man hier fast immer der Blöde.
bosovo,
17.04.2009 11:34
Wenn es mehr könnte als nur ebooks zu präsentieren ....