Debian-Installer für Lenny, Beta 2
Schöner Installieren
von Heike Jurzik
28.07.2008
Der Installer für die kommende Debian-Version Lenny bringt das Community-Linux rasch und einfach auf die Platte. Der Expertenmodus wendet sich an alle, die feinere Einstellungen vornehmen möchten, und für den Profi-Sysadmin gibt es automatische Installationen gemäß Vorgabe.
Während die Community-Distribution Debian GNU/Linux gerade den Freeze der aktuellen Testing-Version (Codename Lenny) vorgenommen hat, meldete das Installer-Entwicklerteam bereits im Juni 2008 die Veröffentlichung der zweiten Betaversion. Auch wenn diese die üblichen CD-/DVD-Images enthält und zum Download anbietet, handelt es sich dabei keineswegs um eine Betaversion oder einen Release Candidate der Distribution selbst, sondern um eine Veröffentlichung des neuen Debian-Installers zusammen mit einem Snapshot der Testing-Variante.
Die auf Kernel 2.6.24 setzende Version zeigt zahlreiche Verbesserungen und hat einige neue Features mit im Gepäck, die dieser Artikel vorstellt. Dazu hat Linux-Magazin Online einen Blick auf die Lenny-Beta-2-Version des Debian-Installers geworfen und testweise die Variante für i386-Architekturen installiert. Erfahrene Debian-Anwender werden den vertrauten Installationsvorgang wiedererkennen, auch sie dürfen sich jedoch auf Neuerungen und nützliche Details freuen.
Die Qual der Wahl?
Direkt nach dem Start fällt das neue Bootmenü auf, das für die beiden Architekturen i386 und amd64 zur Verfügung steht. Über die Pfeiltasten wählt der Benutzer zwischen dem grafischen Installer ("Graphical install") und der textbasierten Variante ("Install") für eine normale Installation. Alternativ öffnet "Advanced options" ein weiteres Menü, das Zugriff auf den Expertenmodus, den Rettungsmodus und auf automatisierte Installationen bietet.

|
Für die i386- und amd64-Architekturen bietet der neue Debian-Installer ein benutzerfreundliches Menü.
|
Praktisch: Ein Druck auf die Tabulatortaste blendet das vollständige Bootkommando des gewählten Menüeintrags inklusive aller Parameter am unteren Bildschirmrand ein. Das ermöglicht das Anpassen beziehungsweise Hinzufügen von Bootoptionen, etwa für den Installer oder den Kernel. Eine Liste von verfügbaren Bootparametern und eine ausführliche Erklärung bietet das Debian-Team in der Online-Dokumentation an. Ein Druck auf die Eingabetaste startet die Installation (textbasiert im Standardmodus), und [Esc] führt zurück zum Hauptmenü.
Weitere Infos bietet der Menüpunkt "Help", der eine Übersicht über die verfügbaren Hilfeseiten bietet: Hinter den Funktionstasten [F1] bis [F10] befinden sich wertvolle Hinweise und Tipps. Leider gibt es keine Möglichkeit, von der Hilfe zum grafischen Bootmenü zurückzukehren - die Tasten [F3] und [F4] verraten aber die Kommandos zu den einzelnen Installationsvarianten des Menüs.
Grundsätzlich bietet der Debian-Installer drei verschiedene Szenarien (jeweils textbasiert oder über den grafischen Installer) an: Die Standardinstallation (siehe nächster Abschnitt), den Expertenmodus (Abschitt "Nur für Experten?") und die vollautomatische Installation mit Voreinstellungsdatei (Abschnitt "Alles automatisch"). Die grafische Variante ist nur für bestimmte Architekturen verfügbar. Sie unterscheidet sich nur minimal von der textbasierten Version; so unterstützt sie unter anderem mehr Sprachen/Zeichensätze, ermöglicht die Verwendung einer Maus und oft eine bessere Darstellung der Dialoge. Die Entwickler haben dem neuen Installer übrigens die Möglichkeit hinzugefügt, jederzeit zu vorherigen Dialogen zurückzublättern.
Einfach [Enter] drücken
Drückt der Benutzer die Enter-Taste am Bootprompt (entspricht der Eingabe von "install"), startet die Standardinstallation im textbasierten Modus. Alternativ läuft diese über den Menüpunkt "Graphical install" (oder Eingabe von "installgui") im grafischen Frontend im GTK-Gewand ab.
Standardinstallation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Debian-Installer nur Fragen mit hoher Priorität fragt und den Rest automatisiert, das heißt, Standardwerte einträgt. Einige dieser Werte können durch entsprechende Bootparameter beeinflusst werden. Beispielsweise sorgt die Angabe von "desktop=kde" dafür, dass KDE statt GNOME als Arbeitsplatz-Umgebung eingespielt wird, die Option "netcfg/disable_dhcp=true" ermöglicht eine statische Netzwerkkonfiguration.
Die Standardinstallation erfordert nur ein wenig Interaktion von Seiten des Benutzers. Dazu gehört die Sprachauswahl, die Sprache, Land und Tastaturlayout festlegt. Diese Konfiguration gilt sowohl für die Installation selbst als auch später für das installierte System. Zur Netzwerkkonfiguration sucht der Installer in der Voreinstellung nach einem DHCP-Server im Netz, richtet die IP-Adresse automatisch ein und fragt den Benutzer lediglich nach Host- und Domainnamen.

|
Die Sprachauswahl gilt sowohl für die Installation selbst als auch später für das installierte System.
|
| Whitepaper |
|
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele
Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
The Role of Open Source in Data Integration
Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.
|
normal user,
01.09.2008 19:55
Marsimoto,
01.09.2008 09:06
Viva la Vista!
Yoschi,
31.08.2008 18:44
Don,
29.08.2008 16:56
scnr
Godsilla,
29.08.2008 16:30
bed,
29.07.2008 13:08
Wenn es nicht geht-> text
skhor,
28.07.2008 23:52
Grüße, Sascha
www.skhor.de