Cebit Open Source - Projektpräsentation Blender
Blender - 3D für Profis
von Ulrich Bantle
04.02.2009
15 Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren. Das 3D-Projekt Blender ist inzwischen filmreif.
Wir baten die Macher der Software um einen Steckbrief ihres Projekts.
Was ist Blender?
Blender ist eine freie Open-Source-Software-Suite zum Erstellen von 3D-Grafiken und -Animationen unter allen maßgeblichen Betriebssystemen.
Seit wann besteht das Projekt?
Seit 2002
Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?
Das ist schwer abzuschätzen. Die Community um das Projekt ist sehr groß, meist befinden sich über 170 Leute im englischsprachigen IRC-Kanal, über 30 im deutschen. Nicht alle davon sind natürlich aktive Helfer. Deren Zahl schwankt wie bei jedem freien Softwareprojekt. Eine gute Schätzung wären vielleicht 15 aktive Entwickler, dazu kommen das Promotion-Team, Künstler und viele freiwillige Helfer aus der Community.
Wie ist das Projekt entstanden?
Blender wurde in den 90ern als In-House Lösung eines Niederländischen Animations-Studios entwickelt. 1998 gründete der "Erfinder" von Blender (Ton Roosendaal) eine Firma um Blender unter Open Source Kriterien zu veröffentlichen und professionellen Support anbieten zu können. 2002 musste die Firma schließen. Über eine Spendenaktion wurde die Software von der Benutzergemeinde freigekauft und unter der GNU GPL veröffentlicht. Seit dem koordiniert die Blender Foundation Projekte der Online-User und der Entwicklercommunity zur weiteren Entwicklung von Blender.
Warum soll der CeBIT-Besucher an Euren Stand kommen?
Blender ist eine freie Alternative zu kommerziellen Programmen, die leicht tausende von Euro pro Lizenz und Monat verschlingen können. Auf dem Stand werden wir professionelle Arbeiten mit Blender zeigen.
Für wen macht Ihr Eure Software?
Die Zielgruppe von Blender sind 3D-Künstler, Personen mit ernsthaften Interesse an der Erstellung animierter Filme, 3D Designer und Spieleentwickler.
Was sind aktuell die größten Schwierigkeiten?
Die Entwicklung Blenders zielt nicht nur darauf ab ständig neue Funktionen zu implementieren, sondern auch im kommerziellen und professionellen Bereich Fuß zu fassen. Das ist die Herausforderung.
Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?
Das aus der Blender-Foundation hervorgegangene "Blender-Institut" beschäfigt bereits jetzt zwei Vollzeitprogrammierer, sowie einige Entwickler projektweise.
Unter welcher Lizenz steht die Software? GPL
Internetadresse:Blender .
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