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Anwendungen mit Hyperic HQ überwachen
Aufpasser
von Matthew Sacks
30.04.2009
Anwendungsserver, Datenbanken und Webserver überwachen ist mühsame Arbeit. Der Admin muss Messsoftware oft kleinteilig und in Handarbeit für jede Anwendung anpassen oder selbst skripten, die er überwachen soll. Hyperic HQ, eine quelloffene Kontrollsuite auf Enterprise-Niveau, setzt dem ein Ende: Es misst die Leistung einer großen Anzahl an Anwendungen und Middleware automatisch mittels bereits voreingestellter Kennzahlenabfragen.
Die Tage des einfachen Systemmonitorings für Services und Netzwerk sind gezählt. Hyperic gehört einer neuen Generation der Monitoring-Tools an, die auch in komplexe Anwendungsstacks hineinschauen. Die Software erstellt Leistungsstatistiken für die gängigen Anwendungen, Anwendungsserver, Datenbankserver, Webserver und Netzwerkkarten. Mit Hyperic lässt sich zum Beispiel hervorragend die Leistung eines Java-Servers wie Jboss erfassen.
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Die Entwickler
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Doug MacEachern, Javier Soltero, Ryan Morgan, Charles Lee und John Sachs gründeten die Firma Hyperic im Jahr 2004, von Covalent Technologies kommend (Covalent inzwischen von Springsources gekauft). Das Unternehmen Covalent, ein Hauptbeiträger zum Apache-Server, baute dann rund um Hyperic den Covalent Application Manager (inzwischen Springsource Application Management Suite). Doug MacEachern ist außerdem einer der ersten Entwickler am Perlmodul von Apache und trägt heute noch zum indianischen HTTP-Dämon bei. (Im Mai 2009 hat Springsource auch Hyperic gekauft, kurz nach Erscheinen dieses Artikels. Anm.d.Red.)
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Installation
Hyperic HQ überwacht Instanzen mittels eines Agentenmodells. Auf dem Zielsystem sammelt ein Java-Agent Daten und leitet sie dem Managementserver weiter. Einfache Installer für Linux, Windows, Mac OS X und Solaris sind verfügbar, die Software selbst - aus Java - läuft auf allen Plattformen (Voraussetzung: Java ab 1.4). Zur Wahl steht auch eine gebündelte Version mit Java-Laufzeitumgebung und SDK. Nach dem Herunterladen des Installers (die Registrierung ist nicht zwingend) braucht es eine Rootshell, in der ein Hyperic-User und -Verzeichnis entsteht. Das Hyperic-Verzeichnis muss dem Hyperic-User gehören:
# mkdir /usr/local/hyperic
# useradd hyperic -d /usr/local/hyperic
# chown hyperic:hyperic /usr/local/hyperic
Wer Hyperic mittels des Tarballs installiert, muss die "init"- oder "rc"-Skripte anpassen, damit Server und Agenten automatisch bei jedem Booten starten. Der Tarball wandert nach "/usr/local/hyperic":
$ tar -xvzf hyperic-hq-installer-4.0.2-939-x86-linux.tgz
Das Entpacken bringt das Verzeichnis "hyperic-hq-installer" hervor, in dem sich der Installationscode befindet. Um das Setup-Skript auszuführen, muss man in dieses Verzeichnis wechseln.
cd hyperic-hq-installer ./setup.sh
Danach fragt ein Prompt, welcher Teil der Hypericsuite installiert werden soll. Um nur den Server zu installieren, reicht die erste Option. Später wandert der Agent auf eine andere Plattform. Durch die Entertaste in Gang gesetzt, konfiguriert der Hyperic-Installer automatisch etwa die Datenbank und Netzwerk für den Server. Wiederum meldet sich ein Prompt, dass sich nun nach einem Tuning-Skript erkundigt. Dieses sollte ein eigenes Terminalfenster bekommen, damit es den Installer nicht unterbricht. Sobald das Skript "tune-os.sh" mit Rootrechten durchgelaufen ist, kann man in das Installer-Fenster zurückkehren und per Enter beim Installieren fortfahren: Das Tuning-Skript hat selbständig die Hyperic-Datenbank startklar gemacht. Es ist übrigens nicht auf allen Systemen nötig. Der fragende Prompt erscheint nur in Betriebssystemen, die das Skript erfordern.
Auf Trab kommen
Im Verzeichnis "/usr/local/hyperic/server-4.0.1/bin" startet folgendes Kommando den neuen HQ-Server:
/hq-server.sh start
Das kann beim ersten Mal einige Minuten dauern. Wenn sich der Server mit einer Erfolgsnachricht meldet, erlaubt der HQ-Server auf der Seite "http://10.10.1.22:7080/" ein Login mit "hqadmin" als Username und Passwort. Ändern lässt sich das Passwort über die Links "Administration", "List Users" und dann "hqadmin". Nach Authentifizierung an der Weboberfläche (Abbildung 1) tritt das HQ Dashboard auf den Plan. Im Moment überwacht HQ allerdings noch nichts, denn der Agent ist noch nicht installiert.

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Abbildung 1: Die Weboberfläche der Performance-Monitoring-Software Hyperic HQ.
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Für den Fall, dass es beim Installationsprozess bis hierher Probleme gibt, legt der Installer ein Logfile ab unter
/usr/local/hyperic/hyperic-hq-installer/installer-4.0.1/./hq-install.log
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