Zwei Mal Linux-NAS von Cisco
Die deutsche Tochter des Netzwerk-Veteranen Cisco nimmt mit zwei neuen Netzwerk-Speichern kleine Unternehmen ins Visier.
Die NAS-Geräte NSS2000 und NSS3000 unterscheiden sich im Gehäuse, in der Anzahl der möglichen Festplatten, im Stromverbrauch sowie in den machbaren RAID-Levels. Das kleinere Gerät ähnelt einem auf der Kante stehendem Rack-Server und fasst bis zu zwei SATA-Platten mit zusammen maximal 3 TByte. Der Käufer kann den Datenzugriff mittels Raid 0 beschleunigen und mittels Raid 1 sichern.
Das größere Gerät kommt wie ein kleiner Desktop-PC daher und fasst bis zu vier Platten mit maximal 4 TByte Speicherplatz. Es unterstützt auch die Raid-Verbindung 10 und das Power-Raid 5. Der kleinere NSS2000 verbraucht ohne Platten 16 Watt und mit zwei 250-GByte-Platten 38 Watt.
An Netzwerkanschlüssen bringen die Geräte jeweils einen Gigabit-Ethernetport mit. Beide verschlüsseln die in ihnen gespeicherten Daten nach dem Advanced Encryption Standard (AES) mit 256 Bit Schlüssellänge. Sie unterstützen SMB, CIFS, SFTP sowie NFSv3 und organisieren ihre Dateien mit dem SGI-Dateisystem XFS. Auf beiden läuft ein Linux der Kernel-Generation 2.6.
Rund 600 US-Dollar soll das NSS2000 kosten - bislang liegen die Preise nur in der Währung des Mutterunternehmens vor. Der größere NAS-Server NSS3000 verbraucht ohne Platten 19 Watt und mit vier 250-GByte-Platten 56 Watt. Der Preis beträgt etwa 1.100 US-Dollar. Nach Auskunft von Cisco Deutschland ist in diesen Preisen bereits eine 250-GByte-Festplatte enthalten. Beide Geräte sind laut Herstellerangaben ab sofort in Deutschland erhältlich, die Produktseiten gibt es aber bislang nur auf Englisch. Die 2000er und 3000er gehören zur Familie der Netzwerk-Storage-Systeme für kleine und mittlere Unternehmen. Neu ist der Formfaktor, der zum einfachen Aufstellen gedacht ist.
... ist der kleine Bruder des Desktop-ähnlichen NS3000 mit bis zu vier Platten oder vier TByte Speicherplatz.
Cisco stellte die Geräte auf einer Roadshow vor, die in München Station machte. Neben einem NSS2000 hatten die Vertreter noch eine neue Antiviren-Appliance und ein IP-Telefon dabei, mit denen sie ihre neue, besondere Orientierung auf kleine Unternehmen bis etwa 100 Mitarbeiter zeigen wollten, die komplette Cisco-Umgebungen einsetzen. Mit einer eindeutigen Haltung zu Linux und Open-Source-Software tut sich Cisco noch schwer: Das Unternehmen mochte auch auf Nachfrage nicht explizit machen, welches Betriebssystem auf der Sicherheitsappliance laufe. "Es ist nicht Windows und es ist nicht das Cisco-eigene IOS", umschrieb einer der Sprecher, ohne sich auf Linux festlegen zu lassen. Das geschehe aus Sicherheitsgründen, erläuterte er. Weiterhin durfte kein Wort verlauten, welches Linux zum Beispiel konkret auf den NAS-Geräten läuft.





