Open Source im professionellen Einsatz

Zarafa Summercamp 2011: Neue Version, neue Preise, neue Apps

01.07.2011

Auf seiner alljährlichen Partner-Konferenz, dem Zarafa Summercamp, hat der deutsch-holländische Open-Source-Groupwareanbieter die neue Version 7.0 vorgestellt und die neuen Preise bekanntgegeben.

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Dazu gab es prominente Keynotes und gut besuchte Workshops. Eingeladen hatte Zarafa ins niederländische Rolduc, in eine Abtei deren älteste Gebäude aus dem 10. Jahrhundert stammen.

Zum Auftakt stellten die Zarafa-CEOs Helmut Neuberger und Brian Joseph, den erweiterten Outlook-Support der Groupware vor, der mit Outlook 2010 funktioniere und ab dem heutigen Freitag als Beta verfügbar sei. Damit soll erweiterte Kalenderunterstützung und das Browsen durch die Termine möglich sein. Außerdem gäbe es Support für Blackberrys Enterprise Server 5 – neben anderen Neuerungen. Auf der weiteren Roadmap stünden das Web-Administrationstool Z-Admin, Z-Push 2.0 und die Versionen 1.1 und 2.0 des neuen Archivers, der erst in Zarafa 7.0 Einzug gehalten hat. Kosten wird die Version 7 ab sofort nur noch 16 Euro pro User in der Standard-Edition und 28 Euro in der Enterprise-Variante.

Mehrere Hundert Partner, Entwickler und Gäste waren in das Konferenzhotel auf dem weitläufigen Gelände gekommen, hier lauscht man den Keynotes.

CTO Steve Hardy hatte dann das Vergnügen den neuen Unicode-Support anhand eines besonderen Zeichens vorzustellen: Hinter dem Kürzel 130F1 verbirgt sich das Symbol einer Giraffe, dem Zarafa-Maskottchen. "Ihr versteht jetzt sicher, warum wir Unicode machen mussten", so Hardy.

Zarafa-Mitgründer und Entwickler Steve Hardy hatte bei seiner Keynote sichtbar Spass an den neuen Unicode-Zeichen. Hinter Zeichen 130F1 verbirgt sich eine Giraffe.

Migrationen - die zögerliche Entwicklung um Scalix beschert Zarafa derzeit einige Kunden - Mobile Security mit Z-Push und die Dauerbrenner Skalierung und Hochverfügbarkeit beschäftigten die Teilnehmer der zweitägigen Veranstaltung in fünf Vortragsreihen.

Vertreter von Behörden und Unternehmen präsentierten Erfolgsstories und Migrationsszenarien, und in Workshops – etwa zu Python - konnten die Teilnehmer selbst Erfahrungen sammeln.

Hardy präsentierte in einem Vortrag die weitere Zukunft von Zarafa: Auch wenn das Web-GUI der Version 7 komplett überarbeitet sei, solle demnächst eine neue "Webapp"-Oberfläche das aktuelle Frontend ablösen, mit HTML und Canvas. "Webapp ist aktuell absolute Alpha, so etwas wie Version 0.0.1", sagte Hardy und zeigte die neue Oberfläche, in die Entwickler mit wenig Aufwand beliebige eigene Apps integrieren können. Drag-and-Drop zählt zu den Funktionen und auch eine Facebook-App haben die Entwickler dabei.

Web-App: Nach der Überarbeitung der aktuellen Nutzeroberfläche soll eine weitere Überarbeitung mit individuell programmierbaren Applikationen kommen, hier als Beispiel ein Facebook-Plugin. "Damit soll die User Experience im Browser noch mehr einem Clientprogramm ähneln", erläuterte Hardy. Webapp ruckelt zwar noch, und der Server blieb während der Präsentation hängen, doch Ende des Jahres soll eine Beta verfügbar sein, so Hardy zu Linux-Magazin Online.

Ganz im Zeichen der Workshops und "Technology Insights" steht der Freitag: Hier lernen Anwender, wie sie eigene Add-Ons für Zarafa erstellen oder den neuen
Archiver einsetzen.

 

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