Open Source im professionellen Einsatz

Zarafa: Android, 24/7-Support, Lucene, Unicode und "Today-View"-Portalseite

27.11.2009

Zarafa gibt Details der nächsten Versionen seiner Groupwaresuite bekannt.

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Die Version 6.4 der Zarafa-Groupware-Suite steht vor der Tür, Ende des Jahres wird der deutsch-niederländische Hersteller dabei erstmals die Community-Version vor der funktionsgleichen Enterprise-Variante (für Januar geplant) veröffentlichen. Neben dem bereits im Sommer diesen Jahres angekündigten, für Unternehmen sehr wichtigen 24/7-Support implementierte Zarafa zuletzt (nach eigenen Angaben ebenfalls als "erster und einziger Open-Source-Groupware-Hersteller") kompletten Android-Support und eine Lucene-Suchengine. Auch eine Portal-Seite wie sie bei KDEs Kontact, Evolution oder Webseiten wie Igoogle üblich sind, haben die Entwickler integriert.

Die weitere Roadmap ist ebenfalls klar: Version 7 soll im Sommer nächsten Jahres erscheinen und als wichtigste Neuerung Unicode-Support beinhalten, ein Feature, das vor allem die asiatischen Kunden schätzen werden. Dafür räumen die Entwickler den Zarafa-Code gerade mächtig auf: Die aktuelle (interne) Entwickler-Version verfügt über ein völlig neu gebautes Webfrontend und arbeitet um einiges flotter als Vorgängerversionen und arbeitet mit Googles Chrome-Browser, Outlook 2010 und Nokias Linux-Smartphone N900 zusammen.

Darüber hinaus haben Zarafas Entwickler für Kunden wie den Bundestag, das Bundeskartellamt oder die Niederländische Patenbehörde Collaboration-Tools wie Alfresco, O3spaces und direkte Datenbankkoppelungen wie die zu Sugar CRM integriert. Zarafa landet auch in mehr und mehr Diestirbutionen, wie Herbert Neuberger, CEO von Zarafa Deutschland gegenüber dem Linux-Magazin Online betont: "Wir sind jetzt auch in Ubuntus Third-Party-Shop, und Fedora kommt auch bald."

Laut Neuberger nutzen mittlerweile Kunden mit über 5500 Installationen die Zarafa-typischen Features, vor allem Tools wie Z-Push, eine freie Airsync/Activesync-Implementierung und der eigene MAPI-PHP-SQL-Storage PHP-MAPI, mit dessen Hilfe sich Mapi-Clients wie Outlook nahezu nahtlos anbinden lassen. Das für Apple-User wichtige Caldav-Protokoll ist ebenfalls integriert (Linux-Magazin Online berichtete), hier machen aber wohl die unterschiedlichen Implementierungen diverser Hersteller Zarafa noch das Leben schwer.

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