Die israelische Security-Firma Yoggie veröffentlicht die Software ihrer Linux-basierten USB-Stick-Firewall Gatekeeper in einer Open-Source-Version. Ein Entwicklerkit für Linux ist bei den Open-Firewall-Produkten auch dabei.
Bei dem Produkt handelt es sich um eine Hardware-Firewall im Formfaktor eines USB-Sticks, der allerdings einen kompletten Linux-Rechner als Innenleben enthält. Das kleine Gerät besitzt einen XScale-PXA270-Prozessor von Intel sowie 128 MByte Flash- und 128 MByte-SDRAM-Speicher. Es dient als Schutz für Windows- und Mac-OS-X-Systeme.
Nun macht der Hersteller die Technologie in zwei Geräten für Entwickler zugänglich. Die Open Firewall Pico (für den USB-Port eines einzelnen Rechners) und die Open Firewall SOHO (mit zwei Ethernet-Ports) erlauben den Zugriff auf das Linux-System der Firewall per SSH. So kann der Entwickler auf dem Stick Kommandos ausführen, Dateien auf das Gerät hochladen oder Debian-Pakete installieren. Dazu hat Yoggie ein Software Development Kit (SDK) gepackt und einen Entwickler-Bereich auf seiner Website eingerichtet. Dort stehen beispielsweise das SDK und eine Kurzanleitung dafür zum Download bereit.
Über die Lizenz des neuen Open-Source-Angebots macht Yoggie leider keine näheren Angaben, auch das Entwicklerforum bietet derzeit keine verlässliche Antwort. Ein Blick in das SDK zeigt ein Linux-System mit viel GPL-Software. Eine Anfrage von Linux-Magazin Online an den Hersteller wartet derzeit noch auf Beantwortung. Update: Laut Auskunft des Yoggie-Supports ist der veröffentlichte Code GPL-lizenziert.
Die ersten drei Monate bietet Yoggie die Geräte zu einem reduzierten Preis an: Die Open Firewall Pico ist für rund 50 US-Dollar zu haben, die SOHO-Variante für rund 80 Dollar.
Das verwandte Produkt Yoggie Gatekeeper Pico (Version 1.3.8) hat das Linux-Magazin in seiner Ausgabe 07/2008 getestet. Dabei entdeckte der Autor Jörg Fritsch eine Sicherheitslücke, die er an den Hersteller berichtete. Der veröffentlichte in vorbildlicher Reaktionszeit ein Update auf Version 1.3.9, hielt sich ansonsten in Bezug auf den Fehler bedeckt. Ein Bericht auf Linux-Magazin Online schildert die technischen Details.
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