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Yahoo feiert Microsofts Rückzieher

Microsoft hat sein Übernahmeangebot für den Internet-Dienstleister Yahoo zurückgezogen und schließt auch eine feindliche Übernahme aus. Die Yahoo-Oberen loben nun ihre Standfestigkeit.

Yahoo-Chairman Roy Bostock zeigt sich in seiner Antwort auf das am Wochenende von Microsoft-XChef Steve Ballmer verkündete Ende der Übernahmeschlacht erfreut.
Bostock lobt die Standhaftigkeit des Aufsichtsrats und des Managements und will in der ablehnenden Haltung gegen die Microsoft-Offerte auch viel Zuspruch seitens der Aktionäre erhalten haben. Das Angebot von Microsoft, zuletzt rund 50 Milliarden US-Dollar, sei dem Wert des Unternehmens nicht gerecht geworden, lässt Bostock verlauten. Diese Ansicht teilen einige US-Analysten allerdings nicht. Sie erwarten nun ein abruptes Ende des Höhenfluges der Yahoo-Aktie und einen Rückfall auf den Wert vor dem Übernahmeangebot. Die Yahoo-Papiere hatten nach Bekanntwerden von Microsofts Kaufabsichten zwischenzeitlich um rund ein Drittel zugelegt.

Yahoo will nach Aussagen des Managements nun an seiner strategischen Ausrichtung festhalten. Und die besteht für Bostock darin, Chancen auf dem relativ jungen Online-Werbemarkt zu ergreifen. Die guten Geschäftszahlen des ersten Quartals führt Bostock als Beweis für ein funktionierendes Unternehmen an. Yahoo investiere in zukunftsträchtige Werbeformate und unternehme finanzielle Anstrengungen, um im Suchmaschinenmarkt aufzuholen.

Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang, der bei Yahoo das Amt des Chief Executive Officer bekleidet, zeigt sich in seinem Statement "unermesslich stolz" auf die standhafte Haltung seines Teams im Übernahmepoker.

(Ulrich Bantle)
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