Open Source im professionellen Einsatz

Xandros beteiligt sich an Microsofts Office-Konverter

22.06.2007

Als erstes Ergebnis der frisch geschlossenen Kooperation zwischen Xandros und Microsoft wird sich der kommerzielle Open-Source-Distributor an der Arbeit am Konverter für Office-Formate beteiligen.

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Der Konverter für Open Office soll es zukünftig ermöglichen, auch Dokumente in Microsofts OpenXML-Format zu öffnen, zu bearbeiten und zu speichern. Derzeit arbeiten bereits zwei Fraktionen an einem solchen Plugin: Einerseits entwickelt Microsoft zusammen mit Novell und nun auch Xandros sowie weiteren Partnern Plugins für Open Office und Microsoft Office, die jedoch eher den Charakter eines Konverters zum Im- und Export haben. Auf der anderen Seite versucht sich Open-Office-Förderer Sun in Zusammenarbeit mit der ODF Alliance an einem eigenen Plugin, das sich nahtlos in Open-Office einfügen soll.

Derzeit stehen auf der Projekt-Seite der Microsoft-Fraktion jedoch nur Erweiterungen für das Microsoft-Produkt bereit. Das Plugin für Open Office gibts es auf Novells Website zum Download.

Xandros will sein Konverter-Plugin in Kürze in seine Produkte implementieren. Updates werden aktuelle Installationen um die zusätzlichen OpenXML-Funktionen erweitern. Zukünftige Produkte, die Open Office enthalten, sollen bereits mit dem Plugin ausgeliefert werden. Das Plugin steht unter einer BSD-ähnlichen Lizenz, die Weitergabe und Änderungen mit bestimmten Auflagen erlaubt.

Die Ankündigung zur Mitarbeit an dem ODF-OpenXML-Konverter ist eine erste Konsequenz aus der küzlich geschlossenen Partnerschaft. Erst Anfang Juni haben Xandros und Microsoft ihre Kooperation bekannt gegeben. Das Abkommen betrifft auch Verbesserung der Interoperabilität zwischen Windows- und Linux-Systemen. Mit dem Office-Plugin unternimmt Xandros nun den ersten Schritt in diese Richtung.

In einer Mitteilung von Xandros heißt es, dieser Schritt unterstreiche das Bemühen beider Unternehmen, die konkurrierenden Dokumentenformate für alle Anwender nutzbar zu machen. Diese könnten so das Betriebssystem und die Office-Suite ihrer Wahl nutzen. "Das sind gute Nachrichten für unsere Kunden," sagt Tom Robertson, Microsoft-Manager für Interoperabilität und Standards, "Gemischte Umgebungen werden sich weiter verbreiten. Wir glauben, wir können Interoperabilität schon vom Grunddesign her liefern. Unsere fortschreitenden Bemühungen um Zusammenarbeit mit kommerziellen Open-Source-Unternehmen wie Xandros helfen uns, dieses Ziel zu erreichen." Xandros-CEO Andreas Typaldos stimmt ein: "Wir freuen uns, unsere Kräfte mit Microsoft und anderen Unternehmen zu bündeln, um Interoperabilität zwischen den standardisierten Formaten zu liefern zu können."

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