Derzeit würden bei Debian die meisten Tests manuell durchgeführt, schreibt Wirzenius in einem Blogeintrag. Zudem sei der Releaseprozess verbesserungsfähig, denn Pakete kämen quasi automatisch vom Zweig Unstable nach Testing, wenn sie nicht durch Fehler unangenehm auffielen.

Der finnische Entwickler dagegen würde den Testing-Zweig gerne immer Release-fähig halten, also möglichst fehlerfrei. Daher möchte er an den Übergang von Unstable zu Testing ein standardisiertes Testverfahren setzen. Bei seinen eigenen Softwareprojekten mache er es so und lasse nur in den Hauptzweig seiner Versionskontrolle, was getestet sei.

Wirzenius gibt zu, es sei fast unmöglich, den enormen Debian-Codebestand komplett mit Tests abzudecken. Dennoch sollte es Funktionstests für wichtige Komponenten wie etwa den Installer, SSH, Sudo, Mailversand, Webserver, Samba, NFS und CUPS geben. Das Paketmanagement wird mit den distributionseigenen Tools Lintian und Piuparts geprüft.

Selbstverständlich würde dieses "Test Driven Distribution Development" (TDDD) viel Entwicklungsarbeit verursachen, räumt der Linux-Spezialist ein. Doch immerhin hat er schon ein kleines Systemtest-Tool in Python entwickelt, das als Proof-of-Concept dienen soll. Es wendet Funktionstests auf ein virtuelles Image des aktuellen Entwicklungsstands an.