Open Source im professionellen Einsatz

Wirren um spanische Schüler-Laptops

25.05.2009

Die Open-Source-Community hat ein Projekt der spanischen Regierung kritisiert, das Grundschüler mit Laptop-Computern versorgen soll. Die Schulen, die zum Teil bereits Linux verwenden, sollten Windows-Rechner erhalten.

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Angesichts der Kritik (das englischsprachige Linux-Magazine berichtete) rudern die Behörden nun zurück: Zunächst hieß es, Open-Source-Regionen sollten von der Aktion ausgeschlossen bleiben, dann wieder was von einem "Dual-Boot"-Angebot die Rede. Hierbei sollten die Anwender allerdings beim ersten Systemstart das gewünschte Betriebssystem dauerhaft auswählen, das andere System würde gelöscht.

Dies würde bedeuten, dass Microsoft dennoch Lizenzzahlungen für alle Geräte erhielte, auch wenn Windows von einem Teil der Computer gelöscht würde. Das allerdings verstieße gegen spanisches Recht, weil die Regierung für etwas bezahlen würde, was sie nicht erhält.

Auf diesen Punkt wies die Organisation Hispalinux hin. Als Reaktion erklärte Leire Pajín von der Regierungspartei Partido Socialista Obrero Español, es werde sichergestellt, dass die Computer mit Open-Source-Software geliefert werden (Die Tageszeitung El Mundo berichtete).

Ein weiteres Hindernis für freie Software auf Schüler-Computern könnten allerdings noch die spanischen Schulbuchverlage darstellen, die für ihre Inhalte Digital Rights Management (DRM) auf den Rechnern gefordert haben. Ob und wie sich so etwas Open-Source-konform umsetzen lässt, ist fraglich.

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