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Wind River bringt Android auf Snapdragon-Plattform

Das quelloffene Handy-Betriebssystem Android von Google soll zusammen mit den Multimedia-Fähigkeiten des Snapdragon-Chipsatzes Bildschirmanzeigen im WVGA-Format unterstützen.

Die bei San Francisco ansässigen Systementwickler von Wind River haben für die Snapdragon-Plattform des Funkchip-Herstellers Qualcomm Android angepasst. Das Handy-Betriebssystem unterstützt mit den Multimedia-Fähigkeiten des Snapdragon-Chipsatzes nun Bildschirmauflösungen im WVGA-Formats (854x480). Die Anzeige in "Wide VGA" (WVGA) erweitert die klassische VGA-Anzeige (640 × 480 Pixel) annähernd auf ein 16:9-Breitbandformat. Damit zielen die Partner auf Android-basierte Breitbild-Geräte wie Netbooks oder Navigationsgeräte und sonstige aus den Bereichen Kommunikation und Multimedia. Wind River kündigt gleichzeitig an, seine Entwicklung über die Open Handset Alliance frei verfügbar zu machen.

Die Snapdragon-Plattform stellte Qualcomm im November 2006 vor und baute sie zuletzt im November 2008 mit einer Zweikern-CPU aus. Die auf mobile Kommunikations- oder Spielgeräte und Netbooks zielende Plattform ist zum Beispiel mit einem digitalen Signal-Prozessor (DSP), diversen Multimedia-Fähigkeiten und Breitbandstandards sowie Funkübertragungstechnologien ausgestattet.

Das Android-System für mobile Plattformen arbeitet mit einem Linux-Kernel und ist erst seit Kurzem quelloffen verfügbar. Es entstand offiziell um den November 2007 herum bei Google. Wind River und Qualcomm, genauer gesagt die von Kyocera aufgekaufte Mobilfunk-Sparte von Qualcomm, verkündeten im Oktober letztes Jahres, dass die Linux-Entwicklerfirma Wind River für die Mobilen das Android-Betriebssystem anpassen solle. Mit diesem Anlauf auf Kommunikations- und Multimediageräte wollte sich die Kyocera-Tochterfirma einen Vorsprung vor anderen Geräteherstellern sichern.

(Anika Kehrer)
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