Wiederwahl: Steve McIntyre bleibt Debian-Projektleiter
Die Debian-Entwickler haben entschieden: Steve McIntyre bleibt für eine weitere Wahlperiode der Leiter des freien Betriebssystems.
Bis zum 11. April hatten die Stimmberechtigten Zeit, sich zwischen McIntyre und Stefano "Zack" Zacchiroli zu entscheiden. Beide Kandidaten hatten im Wahlkampf die Kommunikation innerhalb des Projekts zur obersten Priorität erklärt. McIntyre meinte, er habe den zeitlichen Aufwand unterschätzt, der mit dem Amt als Projektleiter verbunden sei und deshalb nicht so viel erreicht, wie er sich vorgenommen hatte. Bereits im Vorfeld hatte er deshalb angekündigt, sich im Fall einer Wiederwahl Hilfe zu holen und Luk Claes zu seinem Assistenten zu ernennen.
Die Wahlen zum Debian-Projektleiter (DPL) verlaufen nach dem relativ komplizierten Condorcet-Verfahren. Laut Statistik haben von derzeit 1013 Entwicklern 361 ihre Stimme abgegeben. Die Stimmberechtigten konnten sich für einen der beiden Kandidaten oder die Option „Keiner von beiden“ entscheiden, bei der anschließenden Auswertung besiegt ein Kandidat im Idealfall jeden anderen quasi in jedem Zweikampf, sprich: in verschiedenen Zählweisen und Auswertungen. Das Ergebnis ist auf der Debian-Projektseite nachzulesen. Hiernach hat McIntyre die meisten Stimmen erhalten und wird für ein weiteres Jahr die Geschicke des Projekts verantworten, darunter die Weiterentwicklung der nächsten stabilen Version von Debian GNU/Linux mit Codenamen "Squeeze".





