Wie Red Hat seinen Linux-Kernel baut
Weil der Distributor Red Hat bei jeder Release nach der Kernelversion gefragt wird, führt er jetzt in einem Blogeintrag aus, warum diese Frage schwer zu beantworten ist.
Da bei Red Hat als einem der Hauptkernelentwickler stets Entwicklungs- und Evaluierungsprozesse laufen, verpasst das Unternehmen dem jüngsten offiziellen Kernel intern permanent den letzten Schliff. Wenn Version A die offizielle Kernelversion ist, kann es sein, dass der Red-Hat-Kernel Teile des Kernels bereits erweitert oder abgeändert hat - 'Red Hat 6 enthält Kernel A' wäre darum nicht korrekt, argumentiert das Unternehmen.
Außerdem seien im offiziellen Kernel immer auch unfertige Features enthalten, findet Red Hat, die nicht im Sinne des Geschäftskunden sind. Den eigenen Kernel bezeichnet Red Hat eher als Synthese aus mehreren alten Versionen, und hat daher Schwierigkeiten, eine einzige Versionsnummer anzugeben. Einige Fähigkeiten des Kernels - auch wenn sie im eigenen Hause entstanden sind - sind im ausgelieferten Red-Hat-Kernel daher sogar abgeschaltet, wenn sie als nicht produktionsreif erachtet werden. "Manchmal sind wir nicht die ersten, die unseren eigenen Kernel in einem Produkt verwenden", bekennt der Distributor, und rundet dieses Bekenntnis gleich darauf elegant und treuherzig ab: "Wenn es um unsere Geschäftskunden geht, ist 'gut', nicht 'schnell' unsere Priorität."
Weitere Details enthält der Blogeintrag.





