Open Source im professionellen Einsatz

Wenn Name und Adresse reichen: Mailclients einfacher anbinden mit AutoMX

29.02.2012

Aus der Schmiede von Patrick Ben Koetter, einem der Autoren des Postfix-Buches, kommt mit AutoMX eine kleine Software für den eigenen Mailserver, die es Admins erlaubt, Clients ohne umfangreiche Konfiguration anzubinden.

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AutoMX nutze die automatischen Konfigurationstools von Mailclients wie Outlook und Thunderbird, um dem User die Konfiguration seiner E-Mail-Accounts so einfach wie möglich zu machen. Dafür integriere es. so Koetter zum Linux-Magazin, "Microsofts und Mozillas Account-Provisioning-Standards in einem mächtigen Open-Source-Tool."

Der Admin könne auswählen, welches Backend Automx verwenden soll, wobei auch LDAP oder MySQL bereit stünden, und auch individuelle Profile für mehrere Domains einrichten. Mailclients wie Outlook und Thunderbird verlangen dann vom Anwender nur noch Namen und E-Mail-Adresse und versuchen damit, per automatischer Konfiguration die richtigen Einstellungen zu finden. Mit AutoMX klappt das auch mit dem eigenen Server, und die lästige, weil oft fehlerbehaftete zweite Stufe, das "Erraten" (Guessing) der Konfiguration häufig scheitert. Dann kämen in der Regel die beliebten Anrufe beim Admin, die sich meist auf das Buchstabieren von Servernamen und Ports beschränken. "Diese lästige Arbeit kann AutoMX verhindern helfen", so Koetter.

Die Python-Applikation AutoMX ist Open-Source unter der GPL3 und wurde von Christian Roessner, Marc Schiffbauer und Patrick Ben Koetter entwickelt. Auf der Webseite steht es als Tar.gz, Red-Hat- und Debian-Paket in Version 0.8 zur Verfügung.

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